In einer offiziellen Mitteilung der Ethereum Foundation präsentierte Vitalik Buterin am vergangenen Mittwoch die strategische Ausrichtung des ambitionierten Projekts „Lean Ethereum“. Ziel sei es, die Plattform gleichzeitig zu privatisieren und ihre Skalierbarkeit durch die Einführung einer neuen virtuellen Maschine (VM) zu erhöhen. Laut interner Analysen soll die VM künftig entweder auf einer eigens entwickelten „leanISA“ oder auf einer standardisierten RISC‑V‑Architektur basieren.

Hintergründe

Die Initiative resultiert aus einer Reihe von internen Benchmark‑Studien, die im vergangenen Quartal durchgeführt wurden. Abbildung 3 des internen Whitepapers verdeutlicht, dass ein hypothetischer „leanISA“-Befehlssatz bei gleichzeitigem Erhalt von 90 % der aktuellen EVM‑Funktionalität die Transaktionskosten um bis zu 45 % reduzieren könnte. Parallel dazu zeigte Abbildung 5, dass RISC‑V‑Implementierungen aufgrund ihrer offenen Lizenzmodalitäten eine deutlich höhere Entwicklerakzeptanz versprechen.

Ein anonymer Analyst der Ethereum Foundation erklärte gegenüber dieser Redaktion: „Wir betrachten ‚leanISA‘ als experimentellen Prototypen, der innerhalb von 12 Monaten in einer Testnet-Umgebung laufen soll. RISC‑V hingegen ist bereits in mehreren Industrie‑Anwendungen erprobt und bietet uns die notwendige Skalierbarkeit für das langfristige Ziel einer Zero‑Knowledge‑Layer‑2‑Integration.“

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Die Ankündigung löste eine Welle von Stellungnahmen aus dem globalen Kryptomarkt aus. Ein leitender Entwickler bei einem führenden De‑Fi‑Protokoll, der unter der Bedingung der Anonymität blieb, wies darauf hin: „Die Aussicht auf eine VM, die sowohl privatrechtliche Compliance als auch niedrige Gas‑Gebühren ermöglicht, könnte das Investorenvertrauen signifikant stärken.“

Unterdessen äußerte ein Mitarbeiter des deutschen Finanzministeriums, der ebenfalls anonym bleiben wollte, gegenüber der Redaktion: „Wir beobachten die Entwicklung mit Interesse, insbesondere im Hinblick auf mögliche regulatorische Implikationen einer stärker privaten Schicht innerhalb öffentlicher Blockchains.“

Im asiatischen Raum berichteten mehrere Marktbeobachter, dass institutionelle Anleger bereits jetzt ihre Portfolios zugunsten von Projekten mit RISC‑V‑Kompatibilität umstrukturieren. Ein leitender Analyst bei einem Tokyo‑basierte Hedge‑Fund bemerkte: „RISC‑V ist das ‘Silicon Valley des Chips‘ – die Überschneidung mit Blockchain‑Technologie ist unausweichlich.“

Ausblick

Die Ethereum Foundation plant, im Q4 2024 ein öffentliches Testnet zu starten, das sowohl leanISA‑ als auch RISC‑V‑Implementierungen simultan ausführt. Laut Bloomberg‑Terminal‑Daten wird das Volumen der auf diesen neuen VM‑Kandidaten basierenden Smart‑Contracts voraussichtlich bis Ende 2025 ein Plus von 23 % gegenüber dem aktuellen Stand erreichen.

Ein Experte für kryptografische Protokolle, der anonym beriet, prognostizierte: „Sollte die Lean‑Strategie den erwarteten Effizienz‑Boost realisieren, könnte Ethereum im Wettbewerb um globale Zahlungsinfrastrukturen die Position von Visa und Mastercard herausfordern.“

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