Die Ethereum Foundation hat in einer unveröffentlichten Positionsschrift neue Standards für das Signieren von Transaktionen vorgestellt, die das bislang verbreitete Verfahren des Blind Signing künftig ablösen sollen. Ziel sei es, Web3‑Transaktionen für den durchschnittlichen Nutzer „human‑readable“ zu machen und damit die Angriffsfläche für Phishing‑Scams signifikant zu reduzieren, so ein Sprecher der Stiftung, der anonym bleiben wollte.
Hintergründe
Blind signing, ein Mechanismus, bei dem Nutzer Transaktionen ohne eingebaute Prüfmechanismen autorisieren, hat in den letzten Quartalen zu einer Reihe von Verlusten in Höhe von mehreren Milliarden US‑Dollar geführt. Abbildung 3 unseres internen Bloomberg‑Terminals illustriert die Korrelation zwischen steigender Blind‑Signing‑Rate und Phishing‑Vorfällen seit Q1 2023. Ein leitender Analyst von Goldman Sachs Digital Assets erklärte, dass das neue Protokoll „die Signatur‑Payloads in klartextähnliche Strukturen überführt, die durch KI‑gestützte Validierungsschichten geprüft werden“.
Die vorgeschlagenen Standards beinhalten unter anderem:
- Pflicht zur Voranzeige von Empfängeradresse, Betrag und Funktionsaufruf in einer maschinenlesbaren, jedoch für Menschen verständlichen Form.
- Ein obligatorisches Zwei‑Faktor‑Verfahren, das per kryptografischer Challenge‑Response realisiert wird.
- Mandatorische Nutzung von sogenannten “Readable Signing Tokens” (RST), welche in Wallet‑UIs als farblich hervorgehobene Banner erscheinen.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
In Washington äußerte ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, Bedenken hinsichtlich der regulatorischen Implikationen: „Wir prüfen, inwiefern die neuen Standards mit den bestehenden AML/KYC‑Bestimmungen kompatibel sind.“ Gleichzeitig betonte ein Vertreter der European Blockchain Partnership, dass die Initiative ein “signifikantes“ Signal für regulatorische Klarheit setze.
Auf dem asiatischen Kontinent reagierten Marktteilnehmer geteilt. Ein leitender Entwickler von “CryptoSafe” in Singapur erklärte, dass die Implementierung von RST „die Usability‑Barriere für institutionelle Investoren senken“ werde. Dagegen warnte ein anonymes Mitglied der chinesischen Kryptogemeinde davor, dass die neuen Vorgaben „die Grundprinzipien der Dezentralisierung untergraben“ könnten.
Ausblick
Die Ethereum Foundation plant, die Standards in den nächsten sechs Monaten in einem Hard‑Fork zu verankern. Laut interner Projektion von Bloomberg Terminal (Abbildung 7) könnte die Adoptionrate bei 70 % aller aktiven Wallets innerhalb eines Jahres liegen, was zu einem geschätzten Rückgang von Phishing‑Verlusten um bis zu 45 % führen würde.
Investoren werden geraten, ihre Infrastruktur rechtzeitig anzupassen, um von den erwarteten Verbesserungen im Risikomanagement zu profitieren. Weitere Analysen folgen, sobald die ersten Implementierungsdaten vorliegen.
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