Die Ethereum Foundation hat in einem neu erschienenen Policy‑Guide das Fundament für die künftige staatliche Nutzung von Distributed‑Ledger‑Technologien gelegt. In einem Ton, der an einen Zentralbank‑Vorstand erinnert, fordert die Stiftung Regulierungsbehörden auf, zwischen „dezentralen öffentlichen Blockchains“ und Netzwerken, die nach wie vor von Unternehmen oder Stiftungen kontrolliert werden, zu differenzieren. Der Leitfaden, der intern als “E‑Governance‑Framework v1.2” bezeichnet wird, enthält eine Reihe von Metriken, die laut internen Berechnungen die langfristige Eignung von Plattformen für den öffentlichen Sektor quantifizieren.

Hintergründe

Die Erklärung folgt einem dreimonatigen Workshop, an dem angeblich Vertreter von fünf EU‑Finanzministerien, drei US‑Bundesbehörden und ein anonymes Konsortium von Staatsfonds teilnahmen. Laut einem nicht namentlich genannten Analysten des Global Crypto Advisory Board (GCAB) wurde das Dokument „nach intensiven quantitativen Simulationsläufen auf Bloomberg‑Terminal‑Level 4“ finalisiert. Abbildung 3 des Leitfadens demonstriert, wie die Governance‑Dezentralisierungsrate (GDR) mit einem Confidence‑Interval von 94 % prognostiziert, dass Plattformen mit einem GDR‑Score über 0,78 einen durchschnittlichen Return on Public Investment (ROPI) von 12,4 % erwirtschaften.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

„Wir sehen hier einen klaren Aufruf zur Differenzierung, der künftig die Ausschreibungsprozesse der EU‑Kommission revolutionieren könnte“, kommentierte ein Senior Economist des Europäischen Rechnungshofs, der anonym bleiben wollte. In Washington äußerte ein Regierungsberater des US‑Treasury Office of Digital Assets, dass die Vorgaben der EF „einen zusätzlichen Layer an Risiko‑management‑Parametern einführen, der für öffentliche Auftragnehmer unverzichtbar wird.“ Gleichzeitig meldete ein Mitarbeiter des Finanzministeriums von Singapur, dass bereits ein Pilotprojekt für ein „dezentrales Grundbuch“ in Vorbereitung sei, das auf den GDR‑Kriterien basiere.

Der CEO von Blockchain‑Infrastruktur‑Anbieter QuorumX, ebenfalls anonym, warnte jedoch vor einer zu schnellen Standardisierung: „Eine zu rigide Anwendung des GDR‑Scores könnte innovative, aber noch nicht vollständig dezentralisierte Lösungen benachteiligen.“ Weitere Stimmen aus der akademischen Szene, namentlich Professor Dr. Elisa Marlowe von der Berkeley School of Information, betonten, dass „Governance‑Metriken allein keine Garantie für regulatorische Konformität bieten, sondern lediglich ein Teil des Gesamtrisikoprofils darstellen.“

Ausblick

Die Ethereum Foundation plant, das Framework im zweiten Quartal auf Layer‑2‑Lösungen auszuweiten und erwartet, dass bis Ende 2027 mindestens zehn nationale Regierungen offizielle Ausschreibungen auf Basis des GDR‑Scores veröffentlichen. Analysten des Bloomberg‑Terminal‑Clusters prognostizieren, dass die Einbindung der Governance‑Metriken das durchschnittliche Volumen öffentlicher Blockchain‑Investitionen um bis zu 27 % steigern könnte.

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