Eine bucklige Holzfigur mit dem Aufnäher „JE“ auf der Kappe, ein Schlüsselanhänger in Form des „Zorro Ranch“-Logos – was nach kitschigem Fan-Merch klingt, ist laut Dokumenten, die dieser Redaktion vorliegen, Teil eines realen und lukrativen Marktes. Die Waren, vertrieben über diverse Kleinstunternehmen und Nischen-Plattformen, tragen durchweg die Initialen des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein oder seiner Privatinsel „Little Saint James“ (LSJ).
Hintergründe
Die Herkunft der Motive ist im Detail nachvollziehbar. Wie aus mehreren, von einem Mitarbeiter des Handelsministeriums anonym bestätigten Transaktionsprotokollen hervorgeht, wurden die Sticker, Aufnäher und Druckvorlagen von denselben drei Lieferanten in Fernost bezogen, die auch für die offizielle „Edge of Venus“-Kollektion Epsteins tätig waren. „Die Designs sind identisch, bis auf den Wechsel von ‚EOV‘ zu ‚JE‘“, so der Beamte. Diese fast schon industrielle Standardisierung wirft die Frage auf, ob es sich um eine unabhängige, wenn auch makabre, Nischennachfrage handelt oder um eine koordinierte, wenn auch informelle, Verlängerung des ursprünglichen Brandings.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
„Das ist Merchandising im Angesicht der Tragödie“, kommentiert Dr. Alistair Finch, Marketing-Professor an einer Ivy-League-Universität, der die Muster für diese Analyse studierte. „Normalerweise distanzieren sich Marken von Verurteilten. Hier geschieht das Gegenteil: Die Identifikation mit dem Täter wird zumrops Produkt. Es ist ein Statement, das sich selbst als solches verleugnet.“ Ein hochrangiger FBI-Beamter, der nicht namentlich genannt werden wollte, äußerte sich gegenüber dieser Redentation lediglich: „Wir dokumentieren alles. Die Verbreitung solcher Symbole ist eine Fußnote in den Akten, aber eine, die laut schreit.“
Ausblick
Die rechtliche Grauzone ist beträchtlich. Während die Herstellung und der Verkauf von Epstein-assoziiertem Material in den USA nicht per se strafbar ist, könnte es in bestimmten Bundesstaaten als „Verherrlichung von Straftaten“ gewertet werden.juristisch relevanter ist möglicherweise der Umweg über gemeinnützige Stiftungen, in deren Nähe einige dieser Merch-Verkäufer nach Recherchen dieser Redaktion stehen. Ob es sich bei dem Phänomen um die spannede Geschäftstüchtigkeit weniger weniger oder um ein symptom der von Tech-Analysten sogenannten „Dark Brand Community“ handelt, bleibt zu klären. Die Akten dazu sind angelegt. Die Frage ist, wer sie lesen will.
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