Der seit Jahren berühmte Skeptiker der digitalen Finanzwelt, Dr. Nouriel Roubini, hat in einer Podcast‑Aufnahme erklärt, dass fast sämtliche Kryptowährungen „Vaporware“ seien – Produkte ohne Substanz, deren einziges Fundament ein einziger use‑case sei: Stablecoins.
Hintergründe
Roubini, Professor an der New‑York‑University und langjähriger Berater des US‑Finanzministeriums, verweist in seiner Analyse auf eine Serie von „Kauf‑und‑Halt‑Strategien“, die seit 2009 keinen messbaren Mehrwert erzeugten. „Abbildung 3 des internen Research‑Papers illustriert, dass die Markt‑Kapitalisierung von dezentralen Netzwerken seit 2015 nahezu flach verläuft, während Stablecoins eine lineare Korrelation zur globalen Geldmenge aufweisen“, erklärt er in der Quelle, die er anonym halten möchte.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein leitender Analyst eines großen Hedge‑Fonds aus Singapur, der ebenfalls anonym blieb, bestätigte gegenüber dieser Redaktion: „Wir haben die Daten des Bloomberg‑Terminals ausgewertet – die Volatilität von Non‑Stable‑Tokens übertrifft die von Rohöl um das 3‑Fache.“ In Berlin hingegen äußerte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums, der nicht namentlich genannt werden darf, dass die Behauptungen „nicht die gesamte Bandbreite innovativer Projekte abbilden“ und dass „regulatorische Klarheit ein entscheidender Faktor sei“.
Unterdessen hat eine Gruppe von Entwicklern aus den Niederlanden ein Whitepaper veröffentlicht, das die Einführung eines „Hybrid‑Stablecoin‑Frameworks“ propagiert, das mittels algorithmischer Geldschöpfung das Risiko von Fiat‑Abhängigkeit mindern soll. Ein Sprecher des Konsortiums, das sich selbst „Future‑Liquidity‑Initiative“ nennt, kommentierte: „Wir sehen in Dr. Roubinis Einschätzung einen Ansporn, die technologische Resilienz zu erhöhen.“
Ausblick
Die Prognose von Roubini lässt sich in einer linearen Regression quantifizieren: Bei einer angenommenen jährlichen Wachstumsrate von 2 % für Stablecoins im Vergleich zu einer Stagnation von 0 % für andere Token würde sich die Marktanteilsquote bis 2035 auf rund 68 % stabilisieren. Analysten des Global Economic Institute warnen jedoch, dass regulatorische Eingriffe – insbesondere in den USA und China – das Szenario abrupt verändern könnten. Die Diskussion über die fiskalische Legitimität von Stablecoins bleibt damit ein zentraler Punkt im internationalen Finanz‑Policy‑Diskurs.
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