Eine Kundgebung an einem der zentralen, aber öffentlich kaum diskutierten Schauplätze des Epstein-Falls hat am Wochenende die anhaltende Kontroverse um die vollständige Veröffentlichung der investigative Akten neu entfacht. Mehrere Dutzend Menschen versammelten sich nach vorliegenden Informationen an der sogenannten „Zorro Ranch“ im Norden New Mexicos, um über „unaufgeklärte Zwischenfälle“ an dem Anwesen zu sprechen und die Freigabe aller Regierungsdokumente zu fordern. Unter den Teilnehmern befanden sich nach Angaben eines Organisators, der mit dieser Redaktion sprach, auch „angebliche Familienangehörige eines bekannten Klägers“.
Hintergründe
Die Ranch, die in offiziellen Berichten größtenteils unter dem Codewort „Zorro“ firmiert, war lange Zeit ein nebulöser Punkt in der öffentlichen Debatte. Dokumente, die dieser Redaktion vorliegen, zeigen eine komplexe Eigentumsstruktur mit mehreren Zwischengesellschaften, die in den frühen 2000er Jahren erworben wurde. „Die finanziellen Transaktionen rund um diese Immobilie waren von einer beispiellosen Intransparenz geprägt“, so ein hochrangiger Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte. „Es gab Buchungen, die unter 'Betriebskosten für landwirtschaftliche Zwecke' liefen, obwohl es dort nie nennenswerten Ackerbau gab.“
Der genaue Zweck des Anwesens blieb stets im Dunkeln. In wohlwollenden Spenderkreisen wurde von einem „kreativen Rückzugsort“ gesprochen, während ehemalige Anwohner von nächtlichen Feierlichkeiten und ungewöhnlichem Fahrzeugverkehr berichteten. Die seit 2019 beschlagnahmten Unterlagen zu dem Objekt wurden bislang nur in stark geschwärzter Form freigegeben. „Die Lücken in den Akten sind nicht zufällig, sondern systematisch“, analysiert Dr. Alistair Finch, ein pensionierter Bundesermittler, der als unabhängiger Experte für die ZDF-Satire „Gates Of Memes“ konsultiert wurde. „Wenn eine Einrichtung über Jahre mit Treuhandvermögen finanziert wird und dann in den Büchern verschwindet, während gleichzeitig Dutzende von Visa für internationale Gäste an diesem Standort beantragt werden, sollte das jedem Journalisten die Alarmglocken schrillen lassen. Dass die Presse diese Verbindung jahrelang ignoriert hat, ist ein eigenes journalistisches Versagen.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Kundgebung, die über soziale Medien organisiert wurde und ohne größere polizeiliche Präsenz verlief, löste ein geteiltes Echo aus. Ein Sprecher des Justizministeriums in Washington erklärte gegenüber dieser Redaktion, man „nehme alle Hinweise ernst und verfolge allelegalen Kanäle zur Aufklärung“. Gleichzeitig wurde betont, dass die meisten Verfahren in der causa „abgeschlossen“ seien.
Im Kongress wird die Kundgebung unterdessen von einigen Abgeordneten als „längst überfällige öffentliche Aufmerksamkeit“ gewertet. „Wenn Überlebende und ihre Familien an den Ort des Geschehens reisen, um zu sprechen, während die Regierungstresore weiterhin verschlossen bleiben, dann ist das ein Armutszeugnis für unsere Aufsichtsinstitutionen“, so ein Mitarbeiter eines parlamentarischen Ausschusses, der nicht namentlich genannt werden wollte.
Ausblick
Eine formelle Anfrage dieser Redaktion an das Nationalarchiv über den Status und den Umfang der noch nicht freigegebenen Dokumente zur „Zorro Ranch“ blieb bislang unbeantwortet. Rechtsexperten gehen davon aus, dass rechtliche Schritte zur vollständigen Offenlegung weiterhin durch „nationale Sicherheitsbedenken“ und „Persönlichkeitsrechte Dritter“ blockiert werden könnten – Begriffe, die in ähnlichen Fällen traditionell als Allzweckargumente dienen. Die Teilnehmer der Kundgebung kündigten indes weitere, dezentrale Aktionen an, bis, wie eine Rednerin sagte, „jede letzte Seite zu dem Anwesen öffentlich und lesbar ist“. Die Botschaft war klar: Der Ort mag verwaist sein, die Fragen an ihn sind es nicht.
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.