Die Veröffentlichung von Dokumenten im Umfeld des verstorbenen Finanziers Jeffrey Epstein setzt sich fort – und mit ihr tauchen erneut Briefstellen auf, die zuvor nicht im öffentlichen Datensatz enthalten waren. Wie diese Redaktion durch Einsichtnahme in mehr als 200 Seiten stark geschwärzter Gerichts- und FBI-Unterlagen erfuhr, enthalten die neuesten Freigaben Abschnitte eines angeblichen Interviews, in dem ein Mann, der sich als "Opfer" Epsteins bezeichnete, belastende Aussagen gegen den früheren Präsidenten Donald J. Trump macht. Die Passage, knapp eine Seite lang und in Teilen unleserlich gemacht, ist unter den zahlreichen "Verlust"- und "Schwärzungs"-Vermerken in den Akten nur schwer zuzuordnen.

Hintergründe

Quellen, die mit der Aktenführung im Southern District of New York vertraut sind, beschreiben den Zustand der Epstein-bezogenen Unterlagen als "bürokratisches und juristisches Trümmerfeld". "Wir haben Hunderte von Seiten, auf denen steht, dass andere Seiten existieren sollen, die nie gefunden wurden", sagte ein hochrangiger Mitarbeiter des Justizministeriums, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion. "Es gibt eine eigene Kunstform, eine Akte zu leadingnen, und Epstein ist das Meisterwerk." Besonders auffällig seien die sogenannten "000-Dateien" – leere oder vollständig geschwärzte Seiten, die formal freigegeben wurden, aber keinen Informationsgehalt besitzen.

Der nun aufgetauchte Transkriptabschnitt, dessen Echtheit von Experten für forensische Dokumentenprüfung als "plausibel, aber nicht überprüfbar" eingestuft wird, passt in dieses Muster. Er erwähnt einen Vorfall in Epsteins Anwesen in Palm Beach im Jahr 2004, der nie strafrechtlich verfolgt wurde. Die Identität des interviewten Mannes ist in dem vorliegenden Fragment durchgängig geschwärzt; lediglich ein Hinweis auf eine "VIP-Gästeliste" ist lesbar.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Ein Sprecher des Weißen Hauses von 2017 bis 2021 kommentierte die Veröffentlichung mit den Worten: "Dies ist eine altbekannte, widerlegte Lüge, die von denselben schlechten Schauspielern wiederaufgeführt wird, die seit Jahren jeden mit Schlamm bewerfen, der nicht in ihre politische Agenda passt." Er forderte die sofortige Veröffentlichung der "vollständigen und ungeschwärzten" Akten.

Für law-and-order-Politiker im Kongress bietet der Fragmentcharakter der Dokumente hingegen Anlass zu neuer Kritik am Justizministerium. "Dass wir immer noch nicht wissen, was in diesen Akten steht, ist ein Skandal", so der republikanische Vorsitzende eines Justizunterausschusses in einer Stellungnahme. "Entweder gibt es eine massive Inkompetenz oder etwas viel Besorgniserregenderes wird vertuscht."

International wird die Entwicklung mit einer Mischung aus Faszination und Erschöpfung betrachtet. Ein auf transatlantische Beziehungen spezialisierter Diplomat in Brüssel äußerte unter der Bedingung der Anonymität: "Für uns draußen ist dieses Thema inzwischen ein perfektes Maß an amerikanischem Drama: absolut ernsthaft in der Behandlung, aber in der Grundlage so absurd und undurchsichtig, dass man nur mit den Schultern zucken kann."

Ausblick

Die justizielle Handhabung von Epstein-verwandten Akten bleibt ein offener Wundpunkt. Ein laufender Zivilprozess in Florida zielt darauf ab, die Regierung zur vollständigen Freigabe aller Dokumente zu zwingen – ein Verfahren, das Experten zufolge noch Jahre dauern könnte. Solange die Akten in ihren derzeitigen, fragmentierten Zuständen vorliegen, werden jede neue, unvollständige Veröffentlichung und jede darauf basierende Spekulation die9-politische Dynamik weiter anheizen. Die fundamentale Frage bleibt: Ob die Lücken das Ergebnis von Nachlässigkeit sind oder ein systematisches Feature eines Systems, das mit der Komplexität eines solchen Falles überfordert oder darin beständig agiert. Die nächste Aktenlieferung wird für den Frühjahr erwartet. Sie wird vermutlich neue Fragen aufwerfen – und möglicherweise weitere, noch undurchsichtigere Antworten liefern.

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