Brüssel – Nach der letzten Verabschiedung im Europäischen Parlament hat der digitale Euro eine entscheidende Rechtsbarriere überwunden, die bislang als „größter regulatorischer Stolperstein“ galt. Die Initiative, von der Europäischen Zentralbank (EZB) als strategisches Projekt bezeichnet wird, soll das bestehende Bargeldsystem ergänzen – und möglicherweise ersetzen.
Hintergründe
Die rechtliche Überarbeitung, die am 12. Juni 2026 vom Rat der EU ratifiziert wurde, beinhfl sog. „Token‑Souveränitäts‑Artikel“, welche die Rechtsstellung digitaler Zentralbankguthaben auf Paritätsniveau mit physischem Bargeld setzen. Laut einem internen Memo der EZB, das an diese Redaktion weitergeleitet wurde, sei die „Monetäre Resilienz“ durch programmierbare Geldströme um 27 % gesteigert worden (vgl. Abbildung 3). Die Zentralbank führt parallel ein Pilotprojekt in den Niederlanden durch, das bereits im vierten Quartal 2025 über 1,2 Millionen Transaktionen verzeichnete.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die EU‑Kommission einen Notfall‑Task‑Force einrichtete, um mögliche „Systemschocks“ zu überwachen. In Washington äußerte das US‑Finanzministerium Bedenken hinsichtlich der „globalen Wettbewerbsfähigkeit“ und verwies auf jüngste Diskussionen im Federal Reserve Board zum eigenen digitalen Dollar. Ein leitender Analyst von Goldman Sachs, der ebenfalls anonym bleibt, warnt vor einer „potenziellen Liquiditätsverdrängung“ in den traditionellen Banken, die bis zu 30 % ihrer Einlagen durch digitale Guthaben ersetzen könnten.
Im Fernen Osten reagierten chinesische Behörden reserviert: Ein Quellenbericht aus dem Büro für digitale Währungen Pekings erklärt, dass China „seine eigenen CBDC‑Pläne nicht beschleunigen wird, solange die EU‑Initiative nicht vollständig evaluiert ist.“ Gleichzeitig sahen Vertreter der Schweizer Finanzaufsicht in der EU‑Bewegung einen „Testfeld‑Charakter“ für zukünftige regulatorische Modelle.
Ausblick
Die nächste Etappe sieht einen landesweiten Roll‑out vor, der voraussichtlich im ersten Quartal 2027 beginnen soll. Prognosen von Bloomberg Terminal‑Analysten deuten darauf hin, dass das Marktvolumen des digitalen Euro im ersten Jahr 2,3 Billionen Euro erreichen könnte – ein Anstieg von 14 % gegenüber den traditionellen Euro‑Transaktionen. Kritiker warnen jedoch vor einem „digitalen Sovereign‑Risk“, das Regierungen zu neuen Formen der fiskalischen Kontrolle befähigen könnte.
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