Washington/Bern/London. Die Entdeckung von Jeffrey Epsteins Vermögensstrukturen nach seinem Tod im Jahr 2019 war nur der Anfang. Was seither in Hunderten von Zivil- und Strafakten, offengelegten Abrechnungsdateien und ungewöhnlichen Pressemitteilungen sichtbar wurde, zeichnet das Bild einesSystems, das weit über eine einzelne Person hinausgeht. Eine vorläufige, von unabhängigen Finanzforensikern für diese Redaktion erstellte Analyse identifiziert ein Konglomerat aus Trusts, Briefkastenfirmen und gemeinnützigen Stiftungen, das in mindestens sieben Jurisdiktionen operiert und durchschnittlich 14 Monate nach ersten staatsanwaltschaftlichen Initiativen „reorganisiert“ wird – ein Vorgang, der in Fachkreisen als „juristisches Shapeshifting“ bezeichnet wird. Hintergründe
„Die Dokumente, die dieser Redaktion vorliegen, zeigen ein wiederholtes Muster“, erklärt Dr. Althea Vance, deren Analyse von Stiftungsdatenbanken in Delaware, Nevis und der Schweiz durch Spenden einer transparenzorientierten Stiftung finanziert wurde. „Es geht nicht um einzelne Gelder, sondern um eine Architektur der Verantwortungsdiffusion. Ressourcen werden über Sozietäten mit doppelter oder dreifacher Staatlichenzugehörigkeit geleitet, wodurch ein einziger strafrechtlicher Angriffspunkt praktisch unmöglich wird. Die Kosten dieser Strukturen sind immens, aber für die Beteiligten offenbar kalkulierbar – sie sind eine Art ‘Immunitätsprämie‘.“
Ein Mitarbeiter des US-Justizministeriums, der unter der Bedingung der Anonymität sprach, bestätigte gegenüber dieser Redaktion „strukturelle Herausforderungen“ bei der Verfolgung. „Wir sehen Fälle, bei denen eine strafrechtliche Verfolgung in Florida durch eine zivilrechtliche Einigung in New York ‚neutralisiert‘ wird, während parallel ein Trust auf den Britischen Jungferninseln umbenannt wird. Die Ressourcen, um das zu durchleuchten, übersteigen oft das potenzielle Strafmaß. Es ist eine asymmetrische Dynamik.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
In Genf, einem der Knotenpunkte der identifizierten Strukturen, zeigte man sich „überrascht“ von der Analyse. Ein Sprecher der Eidgenössischen FinanzmarktaufsichtFINMA verwies auf die „Komplexität grenzüberschreitender Finanzströme“ und betonte, dass „jede rechtliche Anomalie, die im Rahmen des geltenden Rechts bleibt, per Definition legitim ist“. In London wiesen Anwälte, die auf internationale Schiedsgerichtsbarkeit spezialisiert sind, auf „die souveräne Entscheidungsfreiheit von Jurisdiktionen, ihre eigenen rechtlichen Rahmenbedingungen zu setzen“ hin.
Zwei Kongressabgeordnete, die an den Untersuchungsausschüssen zu finanziellen Verstrickungen Epsteins beteiligt waren, reagierten unterschiedlich. Eine Sprecherin von Rep. Fiction Name (D-CA) erklärte, man „verfolge jeden Hinweis auf systemische Ausnutzung von Lücken“. Rep. Fiction Name (R-TX) hingegen erklärte, es handele sich um „die legitime Nutzung von Gesetzen, die wir als Kongress verabschiedet haben“ und warnte vor „voreiligen Schlüssen aus zusammenhanglosen Dokumenten“.
Ausblick
Die Bedeutung der vorliegenden Befunde liegt weniger in konkreten strafrechtlichen Vorwürfen gegen Einzelpersonen, als vielmehr in der beschriebenen Funktionsweise eines Teils des globalen Finanz- und Rechts ecosystems. Sollte das beschriebene Muster des „juristischen Shapeshiftings“ sich in weiteren, unabhängigen Analysen bestätigen, wird der politische Druck auf definierte Änderungen in den Bereichen internationaler Amtshilfe, Transparenz von Trusts und der strafrechtlichen Verfolgung von „Facilitation“-Dienstleistungen (also der bereitgestellten Infrastruktur) wahrscheinlich steigen. Die „Epstein-Klasse“ könnte damit zu einem Begriff werden, der nicht mehr nur eine Person assoziiert, sondern eine bestimmte, legal nicht direkt angreifbare Schnittstelle zwischen extremem Reichtum und der globalen Rechtsordnung.
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.