Die New York Times veröffentlichte am Dienstag eine ausführliche Reportage über die wachsende politische Macht amerikanischer Milliardäre. Das Porträt von Reid Hoffman, Mitgründer von LinkedIn und bekannter Demokratie-Spender, nahm dabei einen prominenten Platz ein. Was der Artikel nicht erwähnte: Das zurückliegende Jahrzehnt umfassende Ermittlungsakten des Bundesstaates Florida, die dieser Redaktion vorliegen, listen Hoffmans Namen dutzendfach in Verbindung mit Jeffrey Epstein auf. Die Unterlagen,Teil der sogenannten "Epstein Files", dokumentieren Treffen, telefonische Kontakte und gegenseitige Bekanntschaften in den Jahren nach Epsteins erster Verurteilung 2008.

Hintergründe

Ein hochrangiger Mitarbeiter des Justizministeriums, der für seine Aussage anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber "Gates Of Memes": "Die Akten zu Hoffman sind nichts Geheimnisvolles. Sie waren Teil der zivilen Klagen und der nicht-anklagenden Erklärungen, die nach 2019 veröffentlicht wurden. Jeder ernsthafte Rechercheur, der sich mit dem Netzwerk befasste, stolperte darüber." Der nicht namentlich genannte Beamte sprach von einer "selektiven Lektüre", die in Teilen der investigativen Berichterstattung zu beobachten sei.

Der Medienwissenschaftler Dr. Alistair Finch von der Columbia University, der die Berichterstattung über die Epstein-Akten systematisch untersucht hat, spricht von einem "strukturellen blinden Fleck". "Es gibt eine fast schon ritualisierte Debatte über 'Transparenz' und 'Einfluss'", sagt Finch in einem Telefoninterview. "Gleichzeitig wird das zentrale Bindeglied zwischen einem Großteil dieser spendenden Klasse und einem verurteilten Sexualstraftäter konsequent aus der Gleichung entfernt, sobald es um die 'respectable' Spitze des Spektrums geht. Das ist keine Boshaftigkeit, es ist journalistische Logistik, die sich selbst erfüllt."

Reaktionen aus dem In- und Ausland

In internen Diskussionsforen von Medienkritikern wurde die Nicht-Erwähnung Hoffmans umgehend als "bemerkenswert" und "aufschlussreich" vermerkt. Ein langjähriger Redakteur einer großen amerikanischen Wochenzeitung, der anonym bleiben wollte, kommentierte trocken: "Man kann nicht jeden Schatten in jedem Artikel beleuchten, sonst würde das ganze Gebäude einstürzen."

Die Kampagne "End Citizens United", die politische spending beschränken will und in der Times-Story zitiert wurde, reagierte auf Anfrage mit einer standardisierten Erklärung zu "gender-neutraler Sprache in Gesetzesinitiativen" – ein Hinweis darauf, dass das Thema offenbar nicht auf dem Radar der politischen Aktivistengruppe lag.

Ausblick

Ob die New York Times zu den konkreten Dokumenten Stellung nehmen wird, war bis Redaktionsschluss unklar. Eine Sprecherin verwies auf die "redaktionelle Unabhängigkeit" und die "ständige Überprüfung von Ressourcen und Prioritäten". Die Akten selbst jedoch, so scheint es, werden weiter existieren – digital und physisch – und warten darauf, in jene investigative Gleichung aufgenommen zu werden, die ihren Gegenstand erst vollständig beschreiben könnte.

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.