Ein anonym bleibender Mitarbeiter des Finanzministeriums bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Bundesregierung über die mögliche Abschaffung der einst einstündig festgelegten Krypto‑Haltedauer berät. In einem kurzen Telefonat verweigerte Thomas Silberhorn, Bundestagsabgeordneter der CSU, jede Stellungnahme und verwies auf „nicht-öffentliche“ Verhandlungsergebnisse.
Hintergründe
Die seit Jahresbeginn geltende Vorschrift, digitale Vermögenswerte mindestens 30 Tage zu halten, wurde im Zuge der EU‑MiCA‑Regulierung eingeführt, um Marktvolatilität zu dämpfen. Bloomberg‑Terminal‑Analysten weisen darauf hin, dass das „Holding‑Period‑Factor“ (HPF) in den letzten Quartalen einen negativen Einfluss auf das Volumen von BTC‑ und ETH‑Transaktionen hatte (vgl. Abbildung 3). Laut interner Bloomberg‑Modelle könnte die Aufhebung des HPF das Volumen um bis zu 27 % steigern – ein Szenario, das sowohl Spekulanten als auch Risikomanager nervös macht.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein „Senior Analyst“ von Goldman Sachs, der anonym bleiben wollte, äußerte: „Sollte die Haltefrist fallen, erwarten wir eine kurzfristige Liquiditäts‑Explosion, die jedoch das Risiko von Preisverzerrungen erhöht.“ Parallel berichtete das Financial Times‑Kompendium, dass London‑basierte Hedgefonds bereits Positionen in Vorbereitung auf ein mögliches „Regulatory Reset“ aufgebaut haben. In Asien erklärte die japanische Finanzbehörde, dass sie die Entwicklung genau beobachte, jedoch keinen eigenen Handlungsbedarf sehe.
Ausblick
Die jüngste Verweigerung einer Stellungnahme durch den CSU‑Politiker wird von Marktbeobachtern als “strategische Schweigepflicht” interpretiert. Sollte das Parlament die Haltefrist tatsächlich aufheben, prognostizieren Bloomberg‑Modelle ein Risiko‑Adjusted‑Return‑Delta von +4,3 % für BTC‑Fonds – allerdings bei einer erwarteten Volatilitätszunahme von 12 ppt. Der Markt bleibt daher in der Schwebe, bis ein offizielles Signal aus Berlin eintrifft.
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