Die jüngste Marktanalyse von CryptoQuant hat ein beunruhigendes Signal ausgesendet: Das Cash‑Polster, das Michael Saylor’s STRC‑Strategie seit sieben Jahren stabilisierte, sei auf absehbare Zeit auf lediglich 14 Monate reduziert. Gleichzeitig habe die konsequente Beschaffung von Bitcoin an zyklischen Höchstständen einen unvermeidlichen Buchverlust von 10,6 Mrd. USD generiert.

Hintergründe

Die STRC‑Strategie, benannt nach dem geschlossenen Fonds von Saylor, basierte bislang auf einem mehrstufigen Hedging‑Modell, das durch Jahr‑zu‑Jahr‑Cash‑Reserven abgesichert wurde (vgl. Abbildung 3). Laut einem anonymen Analysten des Bloomberg‑Terminals sei der Rückgang des Puffers primär auf zwei Faktoren zurückzuführen: ein rascher Anstieg der BTC‑Spotpreise im letzten Quartal und eine simultane Reduktion von Fremdkapital‑Facilities, die zuvor zu einem Leverage‑Verhältnis von 5:1 geführt hatten.

Ein weiterer interner Bericht von CryptoQuant weist darauf hin, dass das durchschnittliche Kaufvolumen pro Monat von 450 Mio. USD auf 120 Mio. USD gesunken sei, während die Volatilitäts‑Index‑Werte (VIX‑Crypto) ein neues Hoch von 78 Punkten erreichten – ein historischer Höchststand seit 2018.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Ein Mitarbeiter des US‑Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass regulatorische Auflagen für „große Private‑Equity‑ähnliche Krypto‑Vehicle“ in den letzten sechs Monaten verschärft wurden. „Wir beobachten aufmerksam, dass Liquiditätsengpässe das systemische Risiko erhöhen könnten“, sagte er.

In London äußerte eine leitende Analystin von JPMorgan, dass die britische Aufsichtsbehörde FCA in Gesprächen sei, um mögliche „Liquidity‑Stress‑Tests“ für digitale Asset‑Fonds zu implementieren. „Die STRC‑Entwicklung könnte als Präzedenzfall dienen“, fügte sie hinzu.

Ein anonymes Mitglied des Saylor‑Investment‑Teams berichtete, dass intern bereits Notfall‑Procedures aktiviert wurden: die Reduktion offener Kauforders und die Erhöhung der kurzfristigen Anleihepositionen in US‑Treasuries.

Ausblick

Prognostizierende Modelle von CryptoQuant deuten darauf hin, dass das verbleibende Cash‑Polster bei einem weiteren Anstieg des BTC‑Preises um 15 % innerhalb der nächsten 30 Tage komplett aufgebraucht sein könnte. In einem internen Szenario‑Plan wird ein Liquiditäts‑Event mit einer Wahrscheinlichkeit von 47 % für das Quartal Q3 2024 angegeben.

Marktteilnehmer werden empfohlen, die Entwicklungen mittels Echtzeit‑Dashboard‑Feeds (Bloomberg Terminal, Refinitiv) zu monitoren und gegebenenfalls ihre Exposure‑Limits zu rekalibrieren. Sollte die STRC‑Strategie tatsächlich ihre Kaufaktivitäten einstellen, könnte dies einen kurzfristigen Preisrückgang von 3‑5 % auslösen, wobei langfristig das Risikoprofil von Bitcoin als „store of value“ möglicherweise gestärkt wird.

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