Der Kryptowährungssektor könnte nach einer Phase massiver Kapitalabflüsse aus dem KI‑Umfeld einen unerwarteten Aufschwung erleben, schreibt ein interner Marktbericht, der auf anonymen Quellen basiert. Laut Bloomberg‑Terminal‑Daten hat das weltweite KI‑Investitionsvolumen im letzten Quartal um 27 % nachgelassen, während das Nettozufluss‑Signal in den führenden Crypto‑Funds um 12 % gestiegen ist.

Hintergründe

Im Frühjahr 2024 verzeichnete die KI‑Branche einen bislang beispiellosen Kapitalzufluss von über 150 Mrd. USD, was zu einer relativen Verdrängung von Risikokapital aus traditionellen und alternativen Anlageklassen führte. Der Bloomberg‑Terminal‑Index AI‑Capital Flow zeigte bis zum Sommer einen kontinuierlichen Anstieg, während der Crypto‑Liquidity Index ein historisches Tief von 0,42 % erreichte. Abbildung 3 illustriert den inversen Zusammenhang zwischen den beiden Indizes über einen Zeitraum von 24 Monaten.

Ein leitender Analyst von Goldman Sachs, der anonym bleiben wollte, kommentierte: „Die Korrelation ist eindeutig – ein Abschwung im KI‑Sektor verschiebt das Risikokapital zurück in die digitale Asset‑Klasse, sofern regulatorische Rahmenbedingungen stabil bleiben.“

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Ein Mitarbeiter des deutschen Finanzministeriums, der anonym bleiben möchte, bestätigte gegenüber unserer Redaktion, dass die Aufsichtsbehörden die jüngsten Entwicklungen beobachten und prüfen, ob eine verstärkte Marktliquidität zu systemischen Risiken führen könnte. In den USA äußerte ein Sprecher der Securities and Exchange Commission (SEC) gegenüber einem Kongressausschuss, dass „die Regulierungsbehörden bereit sind, flexibel zu reagieren, sollte ein signifikanter Kapitalrückfluss in Kryptowährungen erfolgen.“

In Asien meldeten lokale Börsen in Singapur und Hongkong bereits ein vorsichtiges Wiederaufleben von Krypto‑Handelsvolumina. Ein Senior‑Trader von Hang Seng Bank, der anonym bleibt, notierte: „Wir sehen ein leichtes Wiederaufleben, insbesondere in Stablecoins, die als Absicherung gegen KI‑Volatilität dienen.“

Ausblick

Prognosen deuten darauf hin, dass ein moderater Rückgang des KI‑Investitionsvolumens in den nächsten sechs bis zwölf Monaten zu einer graduellen Wiederbelebung von Kryptowährungen führen könnte. Das Bloomberg‑Terminal‑Modell Crypto‑Rebound Scenario v2.1 schätzt ein potenzielles Kursplus von 18 % für Bitcoin und 22 % für Ethereum, vorausgesetzt, die regulatorischen Rahmenbedingungen bleiben unverändert.

Gleichwohl warnen Marktbeobachter vor überstürzten Re‑Entry‑Strategien. Ein ehemaliger Portfolio‑Manager bei Morgan Stanley, der anonym blieb, rät: „Investoren sollten die Fundamentaldaten prüfen und nicht ausschließlich auf kurzfristige Kapitalflüsse reagieren.“

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