Ein neu konzipierter Crypto‑Long‑Short‑Index hat laut CoinDesk in der vergangenen Woche den ersten Schritt zur Klassifizierung digitaler Assets als regulären Anlageklassen vollzogen. Der Index, zusammengesetzt aus über 250 liquiden Tokens, soll die Volatilität reduzieren und gleichzeitig ein transparentes Benchmark‑Framework bieten – ein Signal, das von institutionellen Anlegern als Türöffner interpretiert wird.

Hintergründe

Die Index-Methodik basiert auf einer gewichteten Mischung aus Marktkapitalisierung, Handelsvolumen und regulatorischer Konformität. Abbildung 3 des internen CoinDesk‑Reports illustriert die graduelle Normalisierung der Volatilitätsparameter im Vergleich zu traditionellen Asset‑Classes. Laut einem anonymen Analysten des „Digital Asset Desk“ der Deutschen Bank reduziert das neue Modell das Risiko‑Adjusted‑Return‑Gap um 42 % gegenüber dem reinen BTC‑Benchmark.

Ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die BaFin bereits erste Gespräche über die Zulassung von Index‑Fonds für institutionelle Anleger führe. Gleichzeitig arbeitet die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde an Leitlinien, die die Nutzung solcher Indizes im Rahmen von ETF‑Strukturen erlauben würden.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Dave LaValle, Präsident von CoinDesk Data & Indices, erklärte, dass „die Kluft zwischen TradFi und Crypto sich mit jedem Indexschritt weiter schließt“. In New York kommentierte ein leitender Portfolio‑Manager von BlackRock, dass das Angebot „eine evidenzbasierte Grundlage für die Allokation von Multi‑Billionen‑Dollar‑Portfolios bietet“.

Gleichzeitig äußerten Vertreter asiatischer Pensionskassen Bedenken: „Wir beobachten die Entwicklung mit Vorsicht, da die regulatorische Heterogenität in den USA und der EU nach wie vor besteht“, so ein Sprecher des japanischen Government Pension Investment Fund.

Ausblick

Marktbeobachter gehen davon aus, dass bis Ende 2027 mindestens drei globale Asset‑Manager Crypto‑Index‑Fonds mit einer kumulierten Nettoanlage von über 30 Mrd. USD lancieren werden. Sollte die regulatorische Klarheit weiter zunehmen, könnte die jährliche Nettozuflüsse von institutionellem Kapital das Volumen des gesamten Krypto‑Marktes um bis zu 75 % steigern.

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