New York – In einem Schritt, der die Konvergenz von Legacy‑Finanz und dezentralen Finanzprodukten weiter beschleunigt, haben BlackRock und das Kryptounternehmen Ethena ihre Partnerschaft vertieft. Die erweiterte Integration in das institutionelle Risikomanagement‑Tool Aladdin soll es Vermögensverwaltern ermöglichen, direkt in Ethena‑Token und die damit verbundene BUIDL‑Liquidität zu investieren.
Hintergründe
Aladdin, BlackRocks proprietäres Risiko‑ und Portfoliomanagement‑System, verarbeitet täglich über 5 Billionen US‑Dollar an Vermögenswerten. Durch die Anbindung von Ethena, einem auf Stablecoin‑Besicherung spezialisierten Anbieter, eröffnet BlackRock ein neues Asset‑Klassen‑Segment: tokenisierte Baufinanzierung (BUIDL). Laut einem internen Memo von BlackRock‑Analysten, das anonym an diese Redaktion weitergegeben wurde, erwarte man ein «Liquidity‑Beta» von 12 % gegenüber traditionellen Anleihen.
Abbildung 3 (nicht abgebildet) illustriert die geplante Flussdiagramm‑Architektur: Aladdin‑Core → Ethena‑Gateway → BUIDL‑Liquidity‑Pool → Institutionelle Portfolios. Die „Gateway‑Schicht“ soll mittels Smart‑Contract‑Audits von CertiK abgesichert sein, wobei ein stufenweiser Rollout ab Q4 2024 vorgesehen ist.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein leitender Portfolio‑Manager bei einem schweizerischen Pensionskassenkonzern, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion: «Wir beobachten die Entwicklung mit erheblichem Interesse, da die regulatorische Treue von Ethena uns ein zusätzliches Sicherheitsnetz bietet.»
Auf der anderen Seite warnte ein Analyst des europäischen Aufsichtsbehörde‑Netzwerks (EBA) in einem nicht‑öffentlichen Brief: «Die Integration von DeFi‑Liquidität in Aladdin könnte systemische Risiken bergen, sofern die Smart‑Contract‑Risiken nicht vollständig quantifiziert werden.»
In Asien äußerte ein leitender Beamter des chinesischen Staatsfonds, ebenfalls anonym, seine Skepsis gegenüber dem „BUIDL‑Eskalationspotenzial“ und verlegte das Gespräch auf die Notwendigkeit, „kryptobasierte Anleihen“ stärker zu regulieren.
Ausblick
Marktbeobachter schätzen, dass die erste Kohorte von institutionellen Anlegern bis Ende 2025 ein Volumen von rund 3 Milliarden US‑Dollar in Ethena‑Tokens allokieren könnte. Sollte die erwartete „Liquidity‑Beta“ eintreten, könnte dies ein neues Paradigma für die Einbindung von DeFi‑Instrumenten in traditionelle Portfolios markieren.
Gleichzeitig arbeite BlackRock laut Insider‑Informationen bereits an einer weiteren Erweiterung, die den Zugang zu tokenisierten Immobilien‑ und Infrastruktur‑Assets über dieselbe Aladdin‑Schnittstelle ermöglichen soll. Die Diskrepanz zwischen regulatorischer Vorsicht und Marktnachfrage bleibt jedoch ein kritischer Punkt, den Anleger in den kommenden Quartalen genau beobachten werden.
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