In einer Pressekonferenz auf dem Wall Street Journal‑Campus präsentierte BlackRock seine Vision einer „Great Convergence“, bei der Kryptowährungen, dezentrale Finanzinstrumente und traditionelle Banken zu einem einheitlichen Wertschöpfungsökosystem verschmelzen. Jay Jacobs, Global Head of ETFs, erläuterte, dass die jüngsten Zulassungen von Bitcoin‑ETFs in den USA Signalgeber für einen massiven Transfer von Krypto‑Kapital in konventionelle Anlagevehikel seien.
Hintergründe
Seit der Genehmigung von Spot‑Bitcoin‑ETFs durch die SEC im ersten Quartal 2024 hat das verwaltete Vermögen von Krypto‑Fonds ein Rekordhoch von 300 Mrd. USD erreicht (vgl. Abbildung 3, Bloomberg‑Terminal). Die Integration in regulierte Produkte reduziert das systemische Risiko, argumentieren Marktteilnehmer, und erweitert das Anleger‑Base von institutionellen Investoren, die bislang durch regulatorische Schranken abgeneigt waren. Ein anonymer Analyst des „Ursprungsfonds“ kommentierte: „Die Preis‑Korrelation zwischen BTC‑Futures und S‑P 500‑Index hat sich seit der ETF‑Einführung um 0,42 Prozentpunkte verschoben.“
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein Mitarbeiter des Bundesfinanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die deutsche Aufsichtsbehörde BaFin bereits an Leitlinien für Krypto‑ETF‑Produktionen arbeite. Parallel hierzu äußerte die Europäische Zentralbank in einem gesicherten Schreiben: „Die Integration von Krypto‑Assets in regulierte Fonds erfordert ein neues Rahmenwerk für Liquiditäts‑ und Risikomanagement.“
In Asien meldeten mehrere Geldhäuser, darunter das japanische Mitsui SG, ihr Interesse an Co‑Investments mit BlackRock, um „Cross‑Asset‑Strategien“ zu entwickeln, die sowohl Bitcoin als auch traditionelle Anleihen umfassen. Ein Insider der Hongkong‑Börse sprach von einem „Krypto‑Bond‑Hybrid“, der auf tokenisierten Schuldverschreibungen beruhe.
Ausblick
Prognosen von Goldman‑Sachs‑Analysten deuten darauf hin, dass bis 2028 rund 45 % des verwalteten Krypto‑Vermögens über traditionelle ETF‑Strukturen abgebildet sein könnten (siehe Chart 7). Die „Great Convergence“ könnte demnach die Volatilität von Kryptowährungen marginal dämpfen, gleichzeitig jedoch die Marktkapitalisierung um ein Vielfaches steigern, wenn institutionelle Kapitalflüsse weiter anziehen.
Ob die regulatorischen Hürden Europas und Asiens den Prozess verzögern oder beschleunigen, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass BlackRocks Positionierung ein entscheidendes Signal an den Markt sendet: Die Ära der getrennten Finanzwelten neigt sich dem Ende zu.
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