Der Termin für den $10‑Milliarden‑Optionsausgleich am 28. Juni rückt in greifbare Nähe, während die implizite Volatilität von Bitcoin auf dem Niveau von 12 % verharrt – ein Niveau, das laut Bloomberg‑Terminal‑Analytics als „unterbewertet“ klassifiziert wird.
Hintergründe
Seit Jahresbeginn hat das gehandelte Open‑Interest an BTC‑Optionen einen Anstieg von 68 % verzeichnet (vgl. Abbildung 3). Die niedrige Vega‑Sensitivität legt nahe, dass Marktteilnehmer die aktuelle Preisdisparität zwischen Spot‑ und Futures‑Märkten als ineffizient einstufen. Ein anonymer Trader aus dem asiatischen Raum, der anonym bleiben möchte, erläuterte: „Die aktuelle Skew‑Kurve signalisiert ein unausgewogenes Risiko‑Reward‑Profil, das sich beim Settlement neu ausbalancieren wird.“
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass regulatorische Stellen das erhöhte Risiko von Margin‑Calls beobachten. In den USA äußerte ein Senior‑Partner von Goldman Sachs, dass „die aktuelle Volatilitätslage ein Missverhältnis darstellt, das im Rahmen des $10‑Mrd‑Ausgleichs korrigiert werden könnte.“ Gleichzeitig warnte ein Analyst bei der Europäischen Zentralbank vor potenziellen Spill‑over‑Effekten auf Euro‑denominierte Derivate.
Ausblick
Prognosen zeigen, dass ein signifikanter Rückgang der impliziten Volatilität nach dem Settlement um bis zu 4 Prozentpunkte möglich ist, während das implizite Volumen kurzfristig um 22 % ansteigen könnte (siehe Chart 5). Sollte die erwartete Preisrallye von 6‑8 % nicht eintreten, könnten institutionelle Anleger ihre Exposure reduzieren und damit eine zweite Volatilitätswelle auslösen.
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