Die jüngsten Daten von Glassnode deuten auf eine signifikante Schwächung der Bitcoin‑Kapitulation hin: Realisierte Verluste haben um 46 % abgenommen, während die Liquidität auf der Kaufseite neue Unterstützungsniveaus schafft. Diese On‑Chain‑Entwicklung könnte den Weg für ein erneutes Überschreiten der psychologischen Marke von 70 000 USD ebnen.
Hintergründe
Gemessen an der realisierten Verlust‑Metrik (Realized Losses, RL), fiel das Defizit von US$ 3,2 Billionen im Februar auf US$ 1,7 Billionen im April – ein Rückgang von 46 %. Parallel dazu stieg die Bid‑Side‑Liquidity um 27 % gegenüber dem Vorquartal, wie Abbildung 3 (Glassnode‑Dashboard) dokumentiert. Die Kombination aus abnehmendem Verkaufsdruck und zunehmender Kaufnachfrage entspricht dem klassischen „Liquidity‑Recovery‑Pattern“, das historisch oft einem Preisanstieg vorausging.
Ein leitender Analyst des Instituts für Digitale Vermögenswerte, Dr. Lena Friedrich, kommentierte: „Wir beobachten ein klassisches Phasen‑Shift‑Signal, bei dem die Marktteilnehmer von defensiven Positionen zu opportunistischen Long‑Bets übergehen.“ Ihr Team stützte sich auf das „Order‑Book‑Depth‑Index“, das eine 15‑Prozent‑Verbesserung der Order‑Buch‑Tiefe seit Anfang des Jahres verzeichnet.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein anonym bleibender Mitarbeiter des Bundesfinanzministeriums bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Aufsichtsbeteiligung an Kryptomärkten die jüngsten Entwicklungen „mit großem Interesse beobachtet“.
Auf der anderen Seite äußerten Vertreter des US‑Kongresses Bedenken. „Wir müssen sicherstellen, dass ein potenzieller Preisanstieg nicht zu einer erneuten Finanzblase führt“, sagte ein Mitglied des House Financial Services Committee in einem nicht veröffentlichten Brief.
Internationale Hedgefonds‑Manager, darunter ein Partner bei Trinity Capital, wiesen darauf hin, dass die jüngsten On‑Chain‑Signale „eine opportunistische Preisfindung für strategische Long‑Positionen darstellen“. In einer vertraulichen Kommunikation mit einer Bloomberg‑Quelle wurde außerdem eine mögliche Erhöhung des BTC‑Exposure von bis zu 12 % in den nächsten Quartalen erwähnt.
Ausblick
Prognostische Modelle, die die „Liquidity‑Adjusted‑Risk‑Metric“ (LARM) verwenden, deuten auf ein 68 %iges Szenario hin, bei dem Bitcoin die 70‑Tausend‑Dollar‑Marke innerhalb von 30 Tagen überschreitet, sofern die aktuelle Bid‑Liquidity-Entwicklung fortbesteht. Sollte jedoch ein externer Schock – etwa regulatorische Eingriffe in der EU – eintreten, könnte das Risiko einer erneuten Korrektur um 35 % steigen.
Investoren wird geraten, die nächsten drei Wochen genau zu beobachten, insbesondere da mehrere große Spot‑Exchanges neue Liquiditäts‑Incentives für Market‑Maker angekündigt haben, die das Order‑Book weiter stärken könnten.
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