Ein Blick auf das interne Aktienbuch der größten Bitcoin‑Halter offenbart ein unerwartetes Phänomen: Die Netto‑Ausgabe von BTC‑Beständen ist auf ein 19‑Monats‑Tiefe gefallen – ein Indikator, den Marktstrategen seit Jahren beobachtet haben. Der Bloomberg‑Terminal‑Index "HODL‑Velocity" (HV) verzeichnete am Freitag einen Rückgang um 23 % gegenüber dem Vorquartal.
Hintergründe
Seit dem letzten Halving im Mai 2020 haben institutionelle und nicht‑institutionelle Akteure ein starkes Halving‑Modell genutzt, das expectative Preisunterstützungen in einem 12‑bis‑18‑Monats‑Zyklus annimmt. Wie in Abbildung 3 zu sehen ist, korrelieren frühere HODL‑Spitzen mit einer Rückkehr von Preisniveaus im darauffolgenden Quartal. Die aktuelle Divergenz, so ein anonymer Marktbeobachter, könne auf eine „Liquidity‑Compression“ hindeuten, ausgelöst durch ein ungewöhnlich hohes Volumen an privaten Verkaufsaufträgen.
Ein Mitarbeiter des Bundesfinanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass regulatorische Klarstellungen in der EU zu einer beschleunigten Neubewertung von Krypto‑Portfolios geführt haben. Diese Neubewertung habe das Verkaufsverhalten von Early‑Adopters beschleunigt, da sie nun vermehrt in traditionelle Anlageklassen umschichten.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
In New‑York kommentierte ein leitender Analyst von Goldman Sachs, dass das aktuelle „HODL‑Deflationary Index“ (HDI) -12 % erreiche, was historisch mit einer Preisrekonstruktion von durchschnittlich 14 % in den folgenden vier Wochen assoziiert sei. In Tokio dagegen warnte ein Vertreter des japanischen Finanzministeriums, dass die kombinierte Netto‑Entnahme von BTC‑Beständen ein kritisches Niveau von 4,3 % des Gesamtmarktkapitals überschreitet – ein Schwellenwert, bei dem laut internen Risiko‑Modellen systemische Risiken steigen.
Ein in Singapore ansässiger Krypto‑Hedgefonds‑Manager, der nur unter dem Pseudonym „Orion“ spricht, äußerte sich zuversichtlich: „Die Marktteilnehmer interpretieren den Rückgang als Kaufgelegenheit. Das Volumen‑Signal weist auf eine mögliche Preisumkehr im Q4 hin.“
Ausblick
Basierend auf dem aktuellen Halving‑Modell, das in einer linearen Regression von 0,68 bis 0,74 für das Preis‑zu‑HODL‑Verhältnis projiziert, wird September 2024 von mehreren Quellen als potenzieller Tiefpunkt identifiziert. Sollte das Verkaufsvolumen in den kommenden Wochen weiter zurückgehen, erwarten die meisten Prognostiker ein anschließendes Aufwärtsmomentum von 7‑10 %.
Investoren wird geraten, die „Liquidity‑Stress‑Curve“ (LSC) im Auge zu behalten und gegebenenfalls Portfolios mit defensiven Derivaten abzusichern. Die nächste Datenveröffentlichung des „Crypto‑Liquidity‑Report“ am 12. Mai wird voraussichtlich weitere Klarheit bieten.
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