Ein überraschendes Signal aus dem Kryptobereich hat die Aufmerksamkeit von Instituten und privaten Investoren gleichermaßen erregt: Laut den neuesten On‑Chain‑Analysen von Glassnode befinden sich die lang‑laufenden Bitcoin‑Wallets wieder im Modus der Netto‑Akkumulation. Nach einer Phase der leichten Distribution, die im vergangenen Quartal verzeichnet wurde, kehrt das Vertrauen der sogenannten „Hodler“ offenbar zurück.

Hintergründe

Glassnode definiert Long‑Term Holders als Wallet‑Entitäten, die seit mindestens zwölf Monaten nicht über 0,1 % ihres Bestands veräußert haben. Abbildung 3 (nicht abgebildet) illustriert den Trendwechsel seit Mitte 2024, wobei die Netto‑Akkumulationsrate von –0,2 % auf +0,4 % gestiegen ist. Marktanalysten führen den Aufwärtstrend primär auf drei Faktoren zurück: ein verringertes Risiko‑Premium im Zuge der jüngsten US‑Zinsstabilisierung, positive Signale aus der Global‑Bank‑Regulierung und die Einführung von Bitcoin‑Besicherungs‑Produktionen durch mehrere Top‑Tier‑Asset‑Manager.

Ein anonym bleibender Mitarbeiter des Finanzministeriums bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Regulierungsbehörden die jüngste Marktkonsolidierung „als robustes Indiz für die Maturation des digitalen Vermögensklassen‑Ökosystems“ ansehen.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

In New York äußerte ein Partner von Goldman Sachs, der ebenfalls anonym bleiben wollte, dass die aktuelle Akkumulation „nicht mehr als ein technisches Echo der makroökonomischen Stabilität“ interpretiert werden sollte, sondern als „präventives Hedging gegen potenzielle Liquiditätsengpässe im traditionellen Anleihenmarkt“.

Rund um den Finanzplatz Zürich meldete die Zürcher Kantonalbank, dass ihre Krypto‑Desk‑Abteilung bereits im ersten Quartal 2025 die Allokation von Bitcoin‑Positionen um 12 % erhöhen wolle, gestützt auf „empirische Evidenz der langfristigen Wallet‑Performance“.

Ein europäischer Politikberater, der anonym bleibt, verwies auf die jüngste Verabschiedung des „Digital Asset Stability Act“ im EU‑Parlament und erklärte, dass regulatorische Klarheit die institutionelle Akkumulation beflügeln werde.

Ausblick

Prognostiker von Bloomberg Intelligence rechnen mit einer durchschnittlichen Jahresrendite von 8 % für Bitcoin, vorausgesetzt die derzeitige Akkumulationswelle hält an. Abbildung 7 (nicht abgebildet) projiziert ein potenzielles Preisniveau von 45.000 USD bis Ende 2025, sollte das Net‑Buying‑Volumen weiterhin über dem 0,3 %-Markt‑Durchschnitt liegen.

Allerdings warnen unabhängige Markt‑Veteranen vor einer möglichen „Liquidity‑Squeeze“, falls die Akkumulation schneller steigt als das Angebot an neu geschaffenen Bitcoins durch Mining‑Operations.

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