Der jüngste Bericht von VanEck, einem der führenden Asset‑Manager im Kryptobereich, signalisiert eine strukturelle Verschiebung im Mining‑Ökosystem: Während zuvor die Monetarisierung über Transaktionsgebühren und Block‑Rewards dominierte, rücken jetzt KI‑Dienste in den Vordergrund. VanEck warnt jedoch eindringlich, dass das damit verbundene Execution‑Risk‑Premium das Marktvolumen um bis zu $50 Milliarden schrumpfen könnte.

Hintergründe

Seit Ende 2023 haben mehrere Mining‑Pools angekündigt, ihre GPU‑Kapazitäten für das Training von Large‑Language‑Models (LLMs) zu vermieten. Der Trend wurde durch die sinkende Bitcoin‑Preis‑Volatilität und den wachsenden Bedarf an KI‑Rechenleistung in den Vereinigten Staaten befeuert. Abbildung 3 illustriert die Korrelation zwischen Netzwerk‑Hashrate und KI‑Revenue‑Projektionen, wobei ein signifikanter Anstieg seit Q3 2024 erkennbar ist.

Ein leitender Analyst von Bloomberg, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber unserer Redaktion: „Die Mining‑Industrie sieht KI nicht mehr als Nebenprodukt, sondern als Kern‑Einnahmequelle. Das ist ein struktureller Wandel, der das Risiko‑profil radikal verändert.“

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, stellte fest, dass regulatorische Rahmenbedingungen für KI‑Computing in Verbindung mit Kryptowährungen noch in den Kinderschuhen stecken. „Wir beobachten die Entwicklungen mit Sorge, insbesondere die potenzielle Konzentration von Rechenkapazität in wenigen Akteuren“, so die Quelle.

Im Silicon Valley äußerte ein Vertreter von OpenAI, dass er von der „kreativen Nutzung vorhandener Hash‑Power“ beeindruckt sei, jedoch betonte, dass „skalierbare KI‑Infrastruktur langfristig auf spezialisierte Hardware angewiesen bleibt.“

Auf europäischen Börsen reagierten Investoren mit einer durchschnittlichen Volatilität von 7 % im Tagesverlauf, wobei besonders die VanEck‑ETF‑Shares ein negatives Momentum zeigten.

Ausblick

Prognosen deuten darauf hin, dass die KI‑Revenue‑Komponente bis 2027 einen Anteil von bis zu 30 % der gesamten Mining‑Erlöse ausmachen könnte – vorausgesetzt, die technischen und regulatorischen Hürden werden adressiert. VanEck empfiehlt Anlegern, ihre Exposure in Mining‑Assets zu diversifizieren und ein Execution‑Risk‑Premium von mindestens 150 Basispunkten zu berücksichtigen.

Abbildung 5 im Anhang visualisiert das potenzielle Szenario eines „AI‑Miners‑Index“, der sowohl Hash‑Rate als auch KI‑Revenue‑Faktoren gewichtet.

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