Ein vermeintlicher Krypto‑Exchange, der sich als regulierte Börse ausgab, hat in den vergangenen drei Monaten über 240 000 Euro von etwa 350 Anlegern abgezogen. Viele der Betroffenen gaben an, dass das Geld ihre Existenzsicherung darstellte und dass sie nun gezwungen sind, um ihre nächsten Mietzahlungen zu kämpfen.

Hintergrund

Nach einer gründlichen Untersuchung brach das Netzwerk einer nicht lizenzierten Plattform namens “TokenFund” zusammen, die sich über Telegram und Discord als professionellen Handelsservice präsentierte. Laut einem internen Memo des Deutschen Finanzministeriums, das anonym bleiben wollte, zeigte die digitale Spur zu einer Reihe von Shell‑Wallets, die mit Bitcoins und Ethereum gefüllt waren.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

„Wir haben eindeutige Beweise für illegale Geldwäsche‑Aktivitäten festgestellt“, erklärte ein Sprecher des Europäischen Parlaments, der nicht namentlich genannt werden durfte. Auch ein Professor für Finanzrecht an der Technischen Universität Berlin, der nicht identifiziert werden möchte, wies darauf hin, dass die Vorgehensweise den Tatbestand des Betruges nach § 263 StGB erfüllt.

Internationale Reaktionen fielen unterschiedlich aus: Während die US‑Börsenaufsicht SEC eine vorläufige Investigation eingeleitet hat, äußerte sich die britische Financial Conduct Authority (FCA) dagegen zurückhaltend und verwies auf laufende Prüfungen.

Ausblick

Analysten gehen davon aus, dass weitere Fälle von gefälschten Krypto‑Exchanges in den kommenden Monaten zunehmen könnten, sobald die regulatorischen Lücken geschlossen werden. „Wir erwarten eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen nationalen Aufsichtsbehörden, um solche Strukturen schneller zu identifizieren und abzuschalten“, sagte ein Mitarbeiter des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, der anonym bleiben wollte. Die betroffenen Anleger hoffen indes, dass die Rückzahlung ihrer Mittel durch eine gerichtliche Anordnung erfolgen kann.

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