Der US‑Senat hat am Dienstag eine parteiübergreifende Resolution verabschiedet, die jede präsidiale Begnadigung für Sam Bankman‑Fried, den ehemaligen Gründer von FTX, strikt ablehnt. Senatorin Cynthia Lummis (R‑WY) und Abgeordneter Ruben Gallego (D‑AZ) leiteten die Initiative ein, die symbolisch auf die zunehmende Verquickung von Krypto‑Finanzierung und politischer Risikobereitschaft hinweist.
Hintergründe
Bankman‑Fried befindet sich seit seinem Verurteilungsurteil 2023 im Bundesgefängnis, wo er wegen massiver Betrugs‑ und Geldwäschevorwürfe – ein geschätzter Schaden von rund 8 Milliarden US‑Dollar – säumig ist. Laut einem anonymen Insider des Justizministeriums, der gegenüber dieser Redaktion sprechen wollte, liegt derzeit ein Gesuch des Inhaftierten bei der Staatsanwaltschaft vor, das eine Gnadestatusempfehlung des Präsidenten vorsieht. „Die formale Einreichung ist korrekt, doch das politische Klima ist stark gesättigt“, kommentierte die Quelle.
Abbildung 3 eines internen Bloomberg‑Terminals zeigt eine steigende Korrelation zwischen „Pardon‑Risk‑Score“ und den Volatilitätsindizes der Kryptowährungsmärkte seit Beginn des Jahres. Analysten von Goldman Sachs prognostizieren, dass ein bestätigter Gnadenspruch das Marktvertrauen innerhalb von 48 Stunden um bis zu 12 Prozent steigern könnte – ein Szenario, das die Aufsichtsbehörden als potenzielle Marktmanipulation einstufen.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
In Washington äußerten sich mehrere Mitglieder beider Parteien zurückhaltend. Ein Sprecher des Senatsausschusses für Banken, Handel und Währung, der anonym bleiben wollte, sagte: „Wir beurteilen die Vorwürfe als gravierend genug, dass eine Begnadigung das regulatorische Gleichgewicht gefährden würde.“ In der Zwischenzeit berichtet ein Wirtschaftsjournalist aus London, dass die britische Finanzaufsicht (FCA) die US‑Entscheidung als „indikativ für globale regulatorische Härte“ interpretiere.
Einige internationale Investoren, darunter ein in Dubai ansässiger Hedgefonds, erwiderten, dass die Resolution ein Signal für „höhere Risiko‑Premien“ für Krypto‑Exposures sei. „Unsere Modelle passen die Discount‑Rate um 150 Basispunkte an“, erklärte ein leitender Portfoliomanager, der sich weigerte, namentlich genannt zu werden.
Ausblick
Die Resolution hat keinerlei bindende Kraft – sie kann eine präsidiale Begnadigung nicht verhindern. Dennoch signalisiert sie dem Weißen Haus, dass ein signifikanter Teil des Kongresses bereit ist, politischen Druck auszuüben. Beobachter des Bloomberg‑Terminals schätzen die Wahrscheinlichkeit einer tatsächlichen Begnadigung nun auf unter 5 Prozent, verglichen mit den einstigen 30 Prozent.
Ein nicht näher bezeichneter Insider des Weißen Hauses teilte mit, dass das Justizministerium erwäge, das Gesuch aufgrund der neuen politischen Dynamik zurückzuziehen. Währenddessen bleibt der Kryptomarkt unruhig, wobei die Volatilitätsindizes laut interner Daten um weitere 7 Prozent schwanken könnten, bevor ein definitives Signal vom Präsidenten eintrifft.
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