Der US‑Senator Bernie Sanders hat am Freitag einen Gesetzentwurf vorgelegt, der eine einmalige Steuer von bis zu 30 % auf die Marktkapitalisierung aller „qualifizierten“ KI‑Unternehmen vorsieht. Die eingenommenen Mittel sollen in einen neu zu gründenden öffentlichen Fonds von geschätzten 7 Billionen Dollar fließen, mit dem langfristig Infrastruktur‑ und Sozialprogramme finanziert werden sollen.
Hintergründe
Der Gesetzentwurf knüpft an die bereits im Dezember beschlossene Initiative des kalifornischen Legislativrats an, der einen „Billionär‑Steuer‑Act“ einführen will. Laut internen Berechnungen des Treasury‑Departments (Quelle: anonymer Insider, Finanzministerium) könnte die KI‑Steuer jährlich bis zu 350 Mrd. USD generieren – ein Betrag, der das derzeitige Budget für erneuerbare Energien übertrifft.
Abbildung 3 zeigt das prognostizierte Steueraufkommen in Abhängigkeit von der Marktvolatilität von Unternehmen wie OpenAI, DeepMind und Anthropic. Die Modellierung beruht auf Bloomberg‑Terminal‑Daten und berücksichtigt sowohl das aktuelle Kurs‑Gewinn‑Verhältnis als auch erwartete Wachstumsraten für die nächsten fünf Jahre.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein leitender Analyst von Goldman Sachs, der anonym bleiben möchte, kommentierte: „Die Einführung einer einmaligen AI‑Tax ist ein Paradigmenwechsel, der die Kapitalallokation in der Technologiewirtschaft neu kalibrieren könnte.“ Gleiches gilt für europäische Regierungen: Der französische Wirtschaftsminister erklärte in einem vertraulichen Telefonat, dass Frankreich ein ähnliches Modell für seine KI‑Start‑Ups prüfe.
Im privaten Sektor reagierten mehrere Börsenmakler mit Besorgnis. Ein Partner bei Morgan Stanley, ebenfalls anonym, warnte vor „massiven Marktverzerrungen“ und prognostizierte, dass die Aktienkurse der betroffenen Unternehmen kurzfristig um bis zu 20 % fallen könnten. Die KI‑Branche selbst reagierte zurückhaltend; ein Sprecher von OpenAI sagte, man sei bereit, „verantwortungsbewusste Beiträge zur Gesellschaft zu leisten“, ohne jedoch konkrete Zahlen zu nennen.
Ausblick
Die gesetzliche Umsetzung wird voraussichtlich im nächsten Quartal beginnen, wobei das Finanzministerium einen Fahrplan für die Bewertung der „qualifizierten“ Unternehmen veröffentlichen soll. Experten gehen davon aus, dass das Gesetz zunächst nur für Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung über 50 Mrd. USD gilt, später jedoch erweitert werden könnte.
Für Anleger bedeutet dies eine neue Risikokategorie: Die potenzielle Steuerlast könnte in den nächsten Jahresabschlüssen erhebliche Bilanzkorrekturen nach sich ziehen. Gleichzeitig eröffnet der geplante Fonds Chancen für neue Staatsanleihen, die gezielt in Infrastruktur‑ und Bildungsprojekte fließen – ein möglicher Magnet für inflationsgeschützte Portfolios.
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