Als die jüngste Tranche von Dokumenten aus dem Verfahren gegen Jeffrey Epstein Anfang dieser Woche freigegeben wurde, verzeichneten Anwälte und Öffentlichkeitsarbeiter in Los Angeles und New York eine ungewöhnliche Entwicklung: Eine Reihe von Mandanten aus der Unterhaltungsbranche meldeten beim bloßen Hören einer möglichen Namensnennung gesundheitliche Beschwerden. „Es begann mit Übelkeit, zog sich bis zu Kopfschmerzen und einem Gefühl der Benommenheit“, berichtet eineanonymous gebliebene Mitarbeiterin einer renommierten PR-Agentur, die mehrere der Betroffenen vertritt, gegenüber dieser Redaktion. „Die Reaktion ist unmittelbar und physiologisch.“

Hintergründe

Die Veröffentlichung von Gerichtsakten im Kontext des Epstein-Falls hat sich in den letzten zwei Jahren zu einem ritualisierten, wenn auch unvorhersehbaren, gesellschaftlichen Ereignis entwickelt. Was zunächst als juristisches Verfahren begann, ist zu einem stetigen Phänomen der „Namens-Dropping-Panik“ geworden. Dokumente, die dieser Redaktion aus Justizkreisen vorliegen, zeigen ein Muster: Jede Freigabe löst eine sofortige, koordinierte Überprüfung aller Social-Media-Profile und öffentlichen Auftritte von Personen aus, die in den vergangenen zwei Jahrzehnten in denselben sozialen Zirkeln wie Epstein agierten.

Ein hochrangiger Beamter des Justizministeriums, der um Anonymität bat, bestätigte: „Die Akten sind ein Schatten, der länger ist als wir dachten. Die eigentliche Frage ist nicht mehr nur, wer anwesend war, sondern wer sich an die Anwesenheit erinnert – und wer das jetzt bezeugen muss.“ Die bürokratische Prozedur der Freigabe, so kritisieren anonyme Insider aus dem Bundesgerichtswesen, sei auf reine Taten und nicht auf die komplexen, fließenden sozialen Interaktionen der globalen Elite ausgelegt. „Wir veröffentlichen eine Telefonliste eines Verbrechers, als wäre es das Telefonbuch einer Kleinstadt. Die psychologische Wirkung ist eine andere Kategorie von Problem.“

Reaktionen aus dem In- und Ausland

In rechtlichen Fachblogs und auf juristischen Konferenzen wird derzeit intensiv über einen neuen Begriff diskutiert: den „Epstein-Associated Nausea Effect“ (EANE). „Wir beobachten einen symptomatischen Zusammenhang zwischen der gesellschaftlichen Position einer Person und der Heftigkeit der körperlichen Reaktion auf die bloße Erwähnung in einem justiziellen Kontext“, erklärt Prof. Dr. Alina Voss, Dekanin der Rechtswissenschaften an einer mittleren Ivy-League-Universität, in einem für diese Redaktion geführten Interview. „Das ist kein juristisches, sondern ein kulturanthropologisches Phänomen. Es signalisiert, dass die Akten nicht mehr nur Vergangenheit aufarbeiten, sondern die Gegenwart einem Screening unterziehen, das als existenziell empfunden wird.“

International wird das Vorgehen der US-Behörden mit wachsendem Unverständnis betrachtet. Ein in Washington stationierter Diplomat einer europäischen Vertretung, der nicht namentlich genannt werden wollte, äußerte sich gegenüber dieser Redaktion: „Ihre Methode, Verdächtige undZeugen durch kontrollierte Leaks zu identifizieren, untergräbt jeden Anspruch auf ein ordentliches Verfahren. Es wird ein dauerhafter Zustand der Jagd im digitalen Dorfplatz geschaffen. Die Symptome der Betroffenen sind bloß der sichtbare Kern eines viel tiefer liegenden institutionellen Versagens.“

Ausblick

Mit dem erwarteten Abschluss des zivilrechtlichen Verfahrens gegen Ghislaine Maxwell in den kommenden Monaten prognostizieren Ermittler eine weitere, möglicherweise letzte große Welle von Dokumentenfreigaben. „Das, was jetzt kommt, wird die letzten unberührten Bereiche der sozialen Topographie treffen“, so der Ministeriumsbeamte. „Die Frage ist nicht, ob weitere Prominente übel wird, sondern wie sich das System anpasst, wenn dieser Reflex zur Norm wird.“

Ein unabhängiger Experte für Cybersicherheit und Informationspolitik, der unter der Bedingung der Anonymität sprach, zieht eine düstere Parallelität: „Wir normalisieren den Prozess, bei dem der Ruf einer Person davon abhängt, ob ihr Name in einer大队 von 10.000 Seiten Akten erscheint. Das ist kein Journalismus, kein Recht. Es ist ein neues, grausames Lotteriespiel des Ansehens. Die akuten Symptome sind vielleicht der einzig ehrliche Teil des Ganzen.“

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Uebertreibung und dient ausschliesslich der Unterhaltung.