Interne Unterlagen, die dieser Redaktion vorliegen, enthüllen ein bemerkenswertes Versäumnis der britischen Außenpolitik: Das Foreign Office soll bereits Wochen vor den geplanten Treffen über bevorstehende Zusammenkünfte zwischen dem Labour-Peer Peter Mandelson und dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein informiert gewesen sein.

Laut den vertraulichen Dokumenten, die einem hochrangigen Beamten des Außenministeriums zufolge im Frühjahr 2023 erstellt wurden, listete Epsteins privater Terminkalender zwei geplante Treffen mit Mandelson auf. Die "Mail on Sunday" hatte diese Informationen bereits im vergangenen Jahr exklusiv veröffentlicht und die Behörden mehrfach schriftlich auf die potenzielle Problematik hingewiesen.

Ein Sprecher des Außenministeriums, der nicht namentlich genannt werden wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Warnungen tatsächlich im System vermerkt wurden. "Die Dokumente wurden gelesen und archiviert", sagte der Insider. "Ob darüber hinaus weitere Schritte unternommen wurden, können wir aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht kommentieren."

Hintergründe

Die nun aufgetauchten Unterlagen werfen Fragen nach den internen Abläufen im britischen Außenministerium auf. Laut Experten für Verwaltungsrecht hätte die Behörde bei Kenntnis solcher Treffen eine "amtspflichtgemäße Prüfung" einleiten müssen. "Besonders brisant ist hier die Vorgeschichte Epsteins und die exponierte Position Mandelsons", erklärte ein auf internationale Beziehungen spezialisierter Politikwissenschaftler gegenüber unserer Redaktion.

Die Dokumente zeigen zudem, dass es sich nicht um ein einmaliges Versäumnis handelte. Epsteins Kalender führte demnach mehrere weitere Kontakte zu britischen Politikern auf, die teilweise ebenfalls im Vorfeld bekannt waren. Die Frage, warum keine präventiven Maßnahmen ergriffen wurden, beschäftigt nun auch die Opposition im Unterhaus.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Enthüllungen lösten in Westminster eine kleinere Debatte aus. Der Labour-Abgeordnete John Smith-Jones forderte in einer parlamentarischen Anfrage Aufklärung über die internen Vorgänge. "Wenn das stimmt, was hier behauptet wird, dann müssen wir als demokratisches System hinterfragen, wie solche Informationen innerhalb der Behörden gehandhabt werden", sagte er gegenüber unserer Redaktion.

Aus den USA meldete sich ein ehemaliger FBI-Agent zu Wort, der anonym bleiben wollte. "In vergleichbaren Fällen in den USA hätte es eine formelle Prüfung gegeben", sagte der Experte. "Die Tatsache, dass hier offenbar nichts passiert ist, wirft Fragen nach den Standards der britischen Behörden auf."

Ausblick

Unterdessen prüft die britische Opposition, ob sie eine offizielle Anfrage an das Foreign Office stellt. Die Zeitung "Mail on Sunday" kündigte an, weitere Details aus ihren investigativen Recherchen zu veröffentlichen. Ob die nun aufgetauchten Dokumente zu einem Untersuchungsausschuss führen werden, bleibt abzuwarten.

Fest steht: Die Affäre um die geplanten Mandelson-Epstein-Treffen hat das Vertrauen in die Sorgfaltspflicht der britischen Behörden erschüttert. Für viele Beobachter ist vor allem die Frage von Interesse, welche Konsequenzen das Außenministerium nun ziehen wird.

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