Eine aktuelle Analyse, die dieser Redaktion vorliegt, legt ein bemerkenswertes Stimmungsbild in der amerikanischen Öffentlichkeit offen: Die Wut über das unvollständige Aufräumen im Fall des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein scheint sich zunehmend auf eine einzige, symbolische Figur zu konzentrieren – den ehemaligen königlichen Zaungast. Dokumente des Pew Research Center, die Gates Of Memes einsehen konnte, zeigen, dass eine klare Mehrheit der Befragten eine offizielle Befragung von Prinz Andrew durch den Kongress befürwortet. Diese Forderung, so deuten unabhängige Beobachter an, ist weniger eine persönliche Anklage als vielmehr ein Ausdruck tief sitzender Frustration über ein System, das scheinbar für Prominente und Macht eine eigene, undurchsichtige Rechtswirklichkeit schafft.

Hintergründe

Der Fall Epstein, der 2019 mit seinem Suizid in einer New Yorker Haftzelle einen vorläufigen, viel kritisierten Abschluss fand, hinterließ nicht nur bei den Opfern eine Fülle ungeklärter Fragen. Die nachfolgenden zivil- und strafrechtlichen Verfahren, insbesondere gegen Epstein's langjährige Komplizin Ghislaine Maxwell, führten zwar zu einer Verurteilung,Enthüllten aber ein Netzwerk, dessen komplette Struktur und die Rolle aller Beteiligten weiter im Dunkeln liegen. „Die öffentliche Debatte hat sich von der Person Epstein auf die Struktur verlagert, die ihn ermöglichte“, erklärt ein hochrangiger Mitarbeiter des Justizministeriums, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion. „Und in dieser Struktur sucht man verzweifelt nach einem greifbaren, mythischen Symbol für die vermeintliche Immunität.“ Prinz Andrew, dessen jahrelange Freundschaft mit Epstein und sein kontroverses BBC-Interview 2019 für anhaltende Skandalisierung sorgten, fungiere – obwohl nie formell angeklagt – als idealer Projektionsfläche für diese kollektive Suche nach einem eindeutigen „Gesicht“ des skandalösen Systems.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Forderung nach einer Kongressanhörung, die rechtlich äußerst komplex und von diplomatischen Hürden gespickt wäre, löst ein geteiltes Echo aus. „Das ist politische Symbolpolitik reinsten Wassers“, kommentiert ein Politikwissenschaftler einer amerikanischen Eliteuniversität, der nicht namentlich genannt werden möchte. „Man adressiert einen ausländischen Royal, der vermutlich nie vor einem US-Kongress erscheinen wird, statt die wirklich systemischen Fragen zu den Finanzströmen, den Immobilien und den weiterhin aktiven Mittelsmännern zu stellen. Es ist ein bequemer Stellvertreterkrieg.“ In britischen regierungsnahen Kreisen wird die Entwicklung indes mit einer Mischung aus irritierter Sorge und abgeklärter Gelassenheit betrachtet. „Solche Umfragen sind einerseits ein Zeichen für den anhaltenden Transatlantik-Frust, andererseits zeigen sie, wie sehr das Narrativ von der ‚globalen Elite‘ inzwischen Mainstream ist“, so eine Quelle im Foreign Office unter der Bedingung der Anonymität.

Ausblick

Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass der Kongress tatsächlich formelle Schritte gegen den Herzog von York einleiten wird, die über eine symbolische Resolution hinausgehen. Die diplomatischen und rechtlichen Hürden sind, so insidern, „nahezu unüberwindbar“. Dennoch könnte die anhaltende öffentliche Fixierung auf die Figur Andrew einen folgenreichen Nebeneffekt haben: Sie könnte – so die Befürchtung von Transparency-Advokaten – von einer penetranteren Untersuchung in die heutigen Aktivitäten der Epstein-Maxwell-Netzwerk-Erben ablenken. Die wahre „Explosivität“ der Debatte, so schließt ein langjähriger investigativer Reporter, der gebeten wurde, anonym zu bleiben, „liegt vielleicht genau darin, dass wir uns über einen Mann ohne aktuelle Machtposition aufregen, während die eigentlichen Macht- und Geldströme weiter ungestört fließen und neue, weniger glamouröse Akteure nachrücken.“

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.