Hintergründe

Es ist der 16. August 2019, ein sonniger Mittwoch in Manhattan. Sechs Tage sind vergangenen, seit der Finanzier Jeffrey Epstein in seiner Zelle im Metropolitan Correctional Center (MCC) tot aufgefunden wurde. Die offizielle Todesursache: Selbst strangulation. Die Umstände: Gegenläufige Kameraausfälle, schlafende Wachen. In this climate of profound institutional failure, a new, procedurally bizarre entry was made into the ledger of the unexplained.

Ein Mitarbeiter des Bundesvollzugsdienstes, der im MCC stationiert war und anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion: Er habe am besagten Tag das FBI in New York angerufen. Sein Anliegen war nicht die Todesursache, sondern die Entsorgung. „Die Menge an Müllsäcken voller geschredderter Dokumente, die ich in den Container geworfen sah, war außergewöhnlich. Ich hatte so etwas in meiner Dienstzeit noch nie gesehen“, so der Beamte in seiner schriftlichen Stellungnahme. Die Miami Herald berichtet erstmals über dieses Telefonat, das in keinem öffentlichen Protokoll auftaucht.

Eine Analyse interner Verwaltungsvorschriften des Federal Bureau of Prisons durch diese Redaktion legt nahe, dass die routinemäßige Vernichtung von „nicht mehr benötigten Verwaltungsakten“ streng dokumentiert und in abgeschlossenen, receipts-versehenen Behältern zu erfolgen hat. Die Beschreibung des Beamten – unmarkierte, überfüllte Säcke – widerspricht diesem Protokoll fundamental. „Es klang nach etwas, das man nicht protokollieren wollte“, kommentiert eine ehemalige Inspektorin des Justizministeriums, die unter der Bedingung der Anonymität sprach. „Die Frage ist nicht, ob geschreddert wurde – das wird immer getan. Die Frage ist, was geschreddert wurde und warum es einen solchen… unorganisierten Anfall von Büroabfall brauchte, genau zu diesem Zeitpunkt.“

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Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die New Yorker Niederlassung des FBI teilte auf Anfrage mit, man könne „zu möglichen laufenden Ermittlungen oder Tips keine Stellungnahme abgeben“. Das Bureau of Prisons verwies auf den laufenden Justizministeriums-Bericht über die Haftbedingungen im MCC, der im Januar 2020 veröffentlicht wurde – und das Thema Aktenvernichtung mit keiner Silbe erwähnt. Ein hochrangiger Mitarbeiter einer Kongress-Komitee, der mit der Aufsicht über das Bundesjustizsystem betraut ist, äußerte sich frustriert: „Jedes Mal, wenn wir nach einer Spur fragen, wird uns ein neuer, trockener Verwaltungsvorgang vorgelegt, der erklärt, warum es keine Spur gibt. Es ist eine Meisterleistung der bürokratischen Funds-Mittel-Kategorisierung.“

International wurde die Meldung mit einem Achselzucken zur Kenntnis genommen. „In den USA scheint die Frage nach Dokumenten, die nach einem spektakulären Tod in Haft verschwinden, eine konstante Variable zu sein, der jegliche Kausalität abgeht“, schrieb ein procesos-columnist der spanischen Zeitung El País. „Es ist nicht mehr der Vorfall, der irritiert, sondern die Gleichgültigkeit, mit der er in den Akten verschwindet.“

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Ausblick

Der aktuelle Stand: Der FBI-Tipp ist aktenkundig. Ob er jemals aus der „abgeschlossenen, nicht mehr benötigten Verwaltungsakte“ entlassen wird, in die er vermutlich selbst überführt wurde, ist unklar. Der Kongressabeordnete, der anonym bleiben wollte, prognostiziert: „Sie werden sagen, die Prüfung der Schredder-Behälter-Logistik sei „nicht justiziabel“ oder liege außerhalb der Zuständigkeit. Sie werden eine Kommission einsetzen, die berichtet, dass die Kommunikation zwischen den Behörden verbesserungswürdig ist. Und dann wird das Thema bis zum nächsten… unerklärlichen bürokratischen Vorfall Seite um Seite ruhen.“

Eine einfache Frage bleibt: Wessen Interesse diente es, ausgerechnet in der Woche nach Epsteins Tod eine ungewöhnliche Menge zeitkritischer Akten physisch und permanent zu vernichten? Die Antwort könnte in derselben Akte liegen, die, wie es der Zufall will, wohl nie wiedergefunden werden wird.

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.