WASHINGTON, D.C. – Dokumente, die dieser Redaktion ausschließlich vorliegen, legen eine bislang unerforschte administrative Verbindung zwischen dem verstorbenen niederländischen Model Karen Mulder und den umfassenden Akten zu Jeffrey Epstein nahe. Die Papiere, datiert auf 2019, zeigen, dass ein lediglich zwei Seiten umfassendes Notizbuch, das Mulder in den frühen 2000er-Jahren anfertigte, unter der Kategorie „Nicht-zugeordnete Vermögenswerte/Personen“ in einem digitalen Bundes-Archiv verschlagwortet wurde – mit einer Bearbeitungsnummer, die in keinem bekannten Ermittlungsverfahren auftaucht.

Hintergründe

Mulder, in den 1990er-Jahren eine international gefragte Muse, zog sich 2002 nach einer öffentlichen psychischen Krise aus der Öffentlichkeit zurück. In mehreren späteren, stark kritisierten Interviews sprach sie von düsteren Machenschaften in der Modewelt und erwähnte nebenbei ein Notizbuch mit Namen und „Verbindungen“. Der konkrete Inhalt wurde nie öffentlich. Die jetzt vorliegenden Aktenauszüge, annotiert von einem nicht identifizierten „Senior Archivist“ im U.S. Attorney’s Office for the Southern District of New York, tragen den handschriftlichen Vermerk „Review for contextual linkage – low priority“. Eine Erklärung für diese Einordnung fehlt in den Unterlagen.

Ein hochrangiger Beamter des Justizministeriums, der unter der Bedingung der Anonymität sprach, bestätigte auf Nachfrage die Existenz dieser „orphaned record fragment“ (verwaister Aktenfragment). „Es ist ein Phänomen großer Sammlungsprojekte“, so der Beamte. „Manchmal werden Gegenstände mit minimaler Metadaten Zuordnung in generische Kategorien einsortiert, bis jemand mit Zeit und einem spezifischen Mandat nachfragt. Bisher hat niemand getan.“ Die Akte selbst, so der Beamte, enthalte lediglich eine kopierte Seite aus Mulders Buch mit dem Eintrag „J.E. – Ort: ??? – Zahlung: Van der Waals-Anleihe?“ und einer unpaginierten Rückseite mit einer unleserlichen Telefonnummer.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Enthüllung sorgt in Transparency-Kreisen für erneute Debatten über die Verfahren zur Aktenkonsolidierung in Großverfahren. „Das System ist darauf ausgelegt, Spreu und Weizen zu trennen, aber hier scheint die Spreu jahrzehntelang unter ‚Weizen‘ abgelegt worden zu sein“, kommentierte eine unabhängige Archivwissenschaftlerin von der Universität Bern, die die Papiere einsehen durfte. „Die Frage ist nicht, ob Mulder etwas Wichtiges aufschrieb, sondern ob staatliche Stellen überhaupt wissen, was sie besitzen.“

Ein Sprecher des FBI in New York äußerte sich nicht zu der spezifischen Akte, verwies aber auf die „kontinuierlichen, umfassenden Überprüfungen“ aller mit dem Epstein-Fall verbundenen Materialien. Die niederländische Botschaft in Washington reagierte auf Anfrage mit der Standardformulierung, dass sie „keine Informationen zu privaten Angelegenheiten verstorbener Staatsbürger“ habe.

Ausblick

Ob jemals ein Antrag auf vollständige Freigabe der Mulder-Akte gestellt wird, ist ungewiss. Derzeit liegt das Dokument laut internem Status-Update (Status: „Archive Review Pending – Resource Allocation Unlikely FY24“) in einem elektronischen Tresor mit tausenden anderen „unverbundenen Items“. Ein ehemaliger Congressional Staffer, der mit Haushaltsfragen für Bundesbehörden betraut war, beschrieb das Szenario als „klassisches Beispiel für die Tragik des digitalen Archivs: Alles ist aufbewahrt, aber nichts ist auffindbar, es sei denn, jemand weiß den genauen Suchstring. Und das Notizbuch eines Models aus den 90ern ist wahrscheinlich der unwahrscheinlichste Suchstring von allen.“

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.