Der Preis von Bitcoin fiel am Dienstag kurzzeitig unter die Schwelle von 60.000 US‑Dollar, ein Niveau, das seit mehreren Monaten als psychologischer Support galt. Gleichzeitig veröffentlichte der Asset‑Manager 21Shares eine Analyse, die betont, dass der etablierte vierjährige Marktzyklus unverändert intakt sei und ein Kursziel von 100.000 Dollar bis zum Jahresende weiterhin plausible sei.

Hintergründe

Die vierjährige Rhythmik, die erstmals 2013 von Bloomberg-Analysten identifiziert wurde, beschreibt ein wiederkehrendes Muster von Akkumulations‑ und Distributionsphasen, das sich über etwa 1.460 Tage erstreckt. Abbildung 3 des internen 21Shares‑Whitepapers illustriert die historisch beobachteten Preisbandbreiten: 2020‑2021: 7.000–64.000 $, 2021‑2022: 30.000–68.000 $, 2022‑2023: 20.000–66.000 $.

„Der aktuelle Rückgang ist ein klassisches Signum einer kurz‑ bis mittelfristigen Korrektur innerhalb des Zyklus“, erklärte ein leitender Analyst von 21Shares, der anonym bleiben wollte. „Unsere Modellierung auf Basis des Bloomberg‑Terminal‑Kurses (Ticker: XBTUSD) zeigt, dass der Median‑Preis im aktuellen Quartal noch 12 % über dem langfristigen Durchschnitt liegt.“

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Ein Sprecher des schweizerischen Finanzministeriums, ebenfalls anonym, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Regulierungsbehörden die Aussagen von 21Shares monitoren, um etwaige Marktmanipulationen auszuschließen. In Hongkong äußerte eine leitende Angestellte einer staatlich geführten Kryptobörse, dass „die zyklischen Modelle der westlichen Institutionen zwar interessant seien, aber lokale Marktbedingungen – insbesondere die jüngsten Wechselkurs‑Schwankungen des Renminbi – erhebliche Divergenzen hervorrufen könnten.“

Ein anonyme Quelle aus einem US‑Hedge‑Fund, der über Bloomberg Terminal ein Signal auf der „Relative Strength Index (RSI)“-Skala von 48 anzeigte, kommentierte: „Wir halten an einer Position von 0,8 BTC pro 1.000 USD Portfoliogröße fest, erwarten jedoch eine kurzfristige Volatilität von bis zu 15 %.“

Ausblick

Aus der Sicht von 21Shares liegt das Risiko primär in regulatorischen Eingriffen und makroökonomischen Verschiebungen, insbesondere einer möglichen Leitzinserhöhung der US‑Federal‑Reserve. Sollte die Geldpolitik restriktiver werden, könnte das Modell den Zielpreis von 100.000 Dollar um bis zu 20 % nach unten korrigieren. Dennoch bleiben die Analysten überzeugt, dass das vierjährige Zyklus‑Framework ein robustes Prognoseinstrument darstelle.

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