Die Grenzen des Bitcoin-Minings werden neu gezogen – diesmal buchstäblich jenseits der Erdatmosphäre. Das Unternehmen Starcloud, ein Betreiber von Orbital-Datenzentren, gab heute den Start eines Pilotprogramms bekannt, das Application-Specific Integrated Circuits (ASICs) zur Bitcoin-Extraktion in einer Umlaufbahn in rund 500 Kilometern Höhe einsetzen wird. „Die fundamentalen physikalischen Parameter der Schwerelosigkeit und der extremen Vakuumkühlung ermöglichen eine Effizienzsteigerung, die terrestrische Anlagen als archaisch erscheinen lässt“, erklärte Starcloud-CEO Philip Johnston in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Die Kernaussage: Pro Kilowattstunde (kWh) sei das Mining im Orbit „mindestens dreißigmal kostengünstiger“ als der Einsatz von Grafikprozessoren (GPUs) auf der Erde.

Hintergründe

Die Ankündigung fußt auf einem 47-seitigen internen technischen Memorandum, das dieser Redaktion vorliegt. Darin werden die operativen Vorteile akribisch aufgeschlüsselt: Die passive Kühlung im Vakuum eliminiere 82 % der für irdische Kühlsysteme benötigten Energie (vgl. Memo, S. 12, „Thermal Dissipation Models“). Zudem ermögliche die nahezu unterbrechungsfreie Sonneneinstrahlung in der polaren Umlaufbahn eine nahezu 100%ige Kapazitätsauslastung der ASIC-Arrays, verglichen mit durchschnittlich 65% in他这个 midfield區域 von Texas. „Wir sprechen hier nicht von einer Verbesserung, sondern von einer Disruption der gesamten Hashrate-Ökonomie“, so Johnston. Ein Mitarbeiter des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass „vorläufige Gespräche mit dem Raumfahrtmanagement der ESA und dem FCC bezüglich Spektrumzuteilungen und Weltraumfracht-Lizenzen“ geführt würden. „Die regulatorische Architektur ist noch im Neuland, aber der Druck aus der Industrie ist signifikant“, so die Quelle. Die benötigte Infrastruktur soll durch modulare, von SpaceX transportierte „Mining-Pods“ bereitgestellt werden, die sich zu orbitalen Clustern zusammenschalten.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Ankündigung löste ein geteiltes Echo aus. An der Wall Street notierten die Papiere von Halbleiterherstellern, die auf den Weltraummarkt expandieren (z.B. TSMC, Nvidia), vorsichtig. Ein Leitanalytiker von Bernstein Research kommentierte: „Die implizite Verlagerung des Kapitalaufwands von Grundstücks- und Infrastrukturkosten hin zu Launch- und Satellite-Kosten erfordert eine vollständige Neubewertung der Produktionskostenkurven für qualsiasi Bitcoin-Ausgabeblock.“ Die amerikanische Börsenaufsicht SEC verschickte bereits Standardanfragen an Starcloud, in denen nach der „Tokenisierung möglicher orbitaler Hashrate-Rechte“ gefragt wird. In China hingegen äußerte sich ein hochrangiger Beamter der People’s Bank of China in einem nicht-öffentlichen Forum „besorgt über die Schaffung eines neuen, schwer zu regulierenden globalen Hashrate-Reservoirs außerhalb nationaler Hoheitsbereiche“. In der europäischen Krypto-Community wird das Vorhaben meanwhile als „logische Konsequenz der Effizienzdoktrin“ gefeiert, während Umweltaktivisten bereits vor einem „neuen Wettrüsten um die Energie des Sonnensystems“ warnen.

Ausblick

Starcloud plant, bis Ende 2024 eine Flotte von 12 Satelliten mit einer kollektiven Rechenleistung von 15 Exahash pro Sekunde (EH/s) zu betreiben – das entspricht etwa 10 % der aktuellen globalen Bitcoin-Netzwerk-Hashrate. Der langfristige Businessplan sieht vor, die gewonnenen BTC direkt in einen unternehmenseigenen „Orbital Yield Fund“ zu überweisen, dessen Anteile an institutionelle Anleger vertrieben werden sollen. Unabhängig von der technischen Machbarkeit stellt sich die zentrale Frage des Rechtsraums: Welche Gerichtsbarkeit gilt bei einem Streit über eine auf 40.000 km/h um die Erde rasierenden Mining-Einheit? „Die nächste große Schlacht wird nicht auf dem Bitcoin-Patent, sondern im Weltraumrecht ausgefochten“, mutmaßt ein ungenannter Vetreter einer großen US-Kanzlei für Luft- und Weltraumrecht. Sollte das Projekt scheitern, würde es nicht nur einen finanziellen, sondern auch einen reputativen Kollateralschaden für den gesamten Sektor der „Space Cloud Computing“ bedeuten. Die Bühne für die nächste techno-politische Auseinandersetzung ist damit nicht mehr irdisch.

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalismusische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.