Zürich – In einem dem Wall Street Journal vorliegenden, noch unveröffentlichten Manifest mit dem Titel „Post-Layer-1: The Final Frontier“ hat Vitalik Buterin, der charismatische Mitbegründer von Ethereum, Vorschläge unterbreitet, die in Krypto-Kreisen als „existenzielle Provokation“ (Quelle: leitender Analyst einer Zürcher Privatbank, anonym) bezeichnet werden. Das Kernkonzept, intern als „Dymaxion-Restauration“ getauft, sieht vor, dass das Ethereum-Netzwerk ab Block 18.500.000 sukzessive damit beginnen soll, seine eigene Validierungsinfrastruktur zu deaktivieren und die Zuständigkeit schrittweise auf ein dezentralisiertes, selbstmoderierendes System von „Proto-Knoten“ zu übertragen, die ohne jegliche Anreizstruktur (Staking) operieren sollen. „Die wahre Dezentralisierung ist erreicht, wenn kein Anreiz mehr vorhanden ist, ehrlich zu sein, weil es keinen zentralen Anreiz mehr gibt, unehrlich zu sein“, wird Buterin in dem 34-seitigen Dokument zitiert.

Hintergründe

Die technische Architektur des Vorschlags, der bei einem informellen Treffen von Core-Entwicklern in Singapur im Februar erstmals skizziert wurde, beruht auf einem Konzept der „graduellen Negativ-Anreiz-Phase“. Gemäß internen Drafts würde die Blockproduktion zunehmend von „GitHub-Forks“ abhängen, deren Validierung durch ein kompliziertes System von „Commitment-Oaths“ ersetzt würde. „Es ist im Wesentlichen eine dezentrale Selbstzerstörungsroutine, die in den Konsensmechanismus eingebaut wird“, erklärt Dr. Alistair Finch, ein unabhängiger Krypto-Ökonom, der das Dokument eingesehen hat. „Buterin argumentiert, dass nur so der ultimative ‚State-of-Statelessness‘ erreicht werden kann. Es ist brillant, hochgradig gefährlich und wahrscheinlich inkompatibel mit dem existierenden globalen Rechtsrahmen.“

Ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass erste Gespräche mit internationalen Aufsichtsbehörden bereits „in sehr frühem, aber besorgtem Stadium“ stattfinden. „Wenn ein Netzwerk beginnt, seine eigene Sicherheitsgrundlage abzubauen, stellt sich nicht nur die Frage nach dem Fortbestand des Vermögenswerts, sondern auch nach den Haftungsfragen bei einem möglichen Zusammenbruch während der Übergangsphase“, so der Insider.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Reaktionen sind gespalten. „Vitalik hat wieder einmal 20 Jahre vorausgedacht“, lobt eine anonyme Quelle aus dem Umfeld der Ethereum Foundation. „Das ist kein Update, das ist die Befreiung.“ Scharfe Kritik kommt hingegen von potenziellen institutionellen Adoptionspartnern. „Wir haben massiv in die Infrastruktur um Ethereum herum investiert, basierend auf der Annahme eines stabilen Konsens-Mechanismus“, ließ ein Top-Manager einer europäischen Großbank in Frankfurt per Stellungnahme verbreiten. „Dieser Vorschlag ist eine direkte Aufforderung, alle Geschäftsmodelle in diesem Ökosystem neu zu bewerten.“

International sorgt der Plan für Unruhe. Ein hochrangiger Beamter der südkoreanischen Finanzaufsicht soll in einem vertraulichen Bericht gewarnt haben, der Plan könne „ein präzedenzlosisches Vakuum an Liquidität und Vertrauen“ schaffen. Besonders brisant: Das Manifest enthält einen Anhang, der die „korrekte“ Deaktivierungssequenz für verschiedene Layer-2-Lösungen wie Arbitrum und Optimism skizziert, was diese Projekte vor erhebliche technologische und rechtliche Herausforderungen stellen würde.

Ausblick

Trotz der Kontroversen wird erwartet, dass Buterin das Papier auf der kommenden Devcon in Bangkok öffentlich diskutieren wird. Der Ether-Kurs (ETH) reagierte auf erste Berichte über das Manifest mit leichter Volatilität und bewegte sich weiter seitwärts um die Marke von 2.000 US-Dollar. Chartanalysten von Bloomberg weisen auf eine bullische Divergenz im RSI(14) auf dem Vier-Stunden-Chart hin, warnen aber gleichzeitig vor einer „fundamentalen Risikoneubewertung“, die technische Indikatoren überlagern könnte. Sollte der Vorschlag in die offizielle Roadmap (EIP-XXXX) einfließen, könnte dies nach Einschätzung von Marktteilnehmern eine Phase „protokollierter Unsicherheit“ einläuten, deren Dauer und Auswirkungen in keine historische Vergleichsanalyse einbezogen werden können. Die größte Frage bleibt nicht technischer Natur, sondern philosophisch: Kann ein Netzwerk, das designed ist, zu überleben, den elegantesten Tod durch eigenes Design sterben?

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