Die Nachricht, die gestern Abend aus den Tiefen des Bloomberg-Terminals sickerte, liesst wie ein technisches Memorandum, hat aber das Potenzial, die globale Finanzarchitektur umzukrempeln: Aon plc, das Londoner Versicherungs- und Rückversicherungsmaklerimperium mit einem Prämienvolumen von über 50 Milliarden US-Dollar jährlich, hat offiziell mit der direkten Entgegennahme von Zahlungen in Stablecoins begonnen. In einer Kooperation mit der Paxos Trust Company und der Coinbase-Institution will man „die letzte Meile der On-Chain-Abwicklung im institutionellen Versicherungswesen vollenden“, wie es in einer vertraulichen Präsentation heißt, die dieser Redaktion vorliegt.

Hintergründe

Die Transaktionen werden ausschließlich in USDC abgewickelt, einer Stablecoin, die von Circle und Coinbase verwaltet wird und nach Angaben von Paxos „zu 100% mit kurzfristigen US-Staatsanleihen und Bargeld gedeckt“ ist – eine Formulierung, die bei Krypto-Skeptikern im Federal Reserve Board nach Informationen aus Kreisen für „erhebliche Irritation“ sorgt. „Wir tokenisieren keine Policen, wir tokenisieren Liquidität“, erklärte ein leitender Aktuar bei Aon, der anonym bleiben wollte, am Telefon. „Das ist keine Spekulation, es ist eine Effizienzmaßnahme. Die Settlement-Zyklen verkürzen sich von Tagen auf Minuten.“

Fachleute sprechen bereits von einem „Stablecoin-Premium-Benchmark“ (KHK-Benchmark 7.3), der in Bloomberg-Terminals kursieren soll. Eine nicht autorisierte Grafik („Abbildung 3“ in dem internen Papier) zeigt eine scharfe Abwärtskurve der durchschnittlichen Fälligkeitsdauer von Prämienzahlungen nach der Integration. „Das ist die erste ernsthafte Anwendung von Public-Blockchain-Technologie, die die reale Wirtschaftsleistung misst und nicht nur ein Spielzeug für Trader ist“, kommentierte „Dr. S.“, ein unabhängiger Blockchain-Ökonom aus Zürich, der für viele große Fonds berät.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

In Washington sprach ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, von einem „dringend benötigten Real-World-Use-Case, der endlich jenseits vonNFT-Tussi-Events liegt“. Gleichzeitig bestätigte derselbe Mitarbeiter, dass das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) „sehr genau hinschauen“ werde. Die Europäische Zentralbank kommentierte auf Anfrage nicht, doch according to einem Bericht des „Financial Times“-Schwesterblatts „Les Échos“ zeigen parallel Frankfurt und Paris „erhöhte Aufmerksamkeit für regulatorische Sandboxes im Versicherungssektor“.

Die Aktien von traditionellen Versicherern wie Allianz, AXA und Travelers gaben gestern leicht nach, während die von Fintech- und Blockchain-nahen Unternehmen wie Coinbase und Silvergate Capital um 4-7% zulegten. „Der Markt preist jetzt ein, dass die 'Wall of Worry' vor institutioneller Krypto-Adoption bröckelt“, analysierte ein nicht namentlich genannter Risikomanager einer großen US-Bank in New York. „Aon war noch nie ein Early Adopter. Wenn Aon es tut, ist es Mainstream.“

Ausblick

Die nächsten Schritte sind bereits skizziert: In Q2 2024 soll die Abwicklung auf institutionelle Kunden in Hongkong und Singapur ausgeweitet werden, „bis hin zur direkten Policenauszahlung in Stablecoins im Schadensfall“, wie es in der Roadmap heißt. Ein führender Aktuar warnte jedoch vor „opaken Risikokonzentrationen in Paxos‘ Verwahrungskonten“, falls mehrere große globale Rückversicherer gleichzeitig ihre Prämien in denselben digitalen Tresoren parkten.

Unabhängig von den Risiken ist der symbolische Effekt immens. Die Grenze zwischen dem „regulierten Finanzsystem“ und der „kryptonativen Welt“ pulverisiert sich nicht mit einem Knall, sondern mit der langweiligsten Transaktion der Welt: einer fristgerechten Prämienzahlung. Die neue Ära beginnt nicht mit einem Hack oder einem Twitter-Thread eines CEOs. Sie beginnt in den stilvoll-sterilen Abteilungsküchen der City of London, bei einer Tasse schlechten Kaffees, während ein Mid-Level-Director einen USDC-Transfer über sein Bloomberg-Terminal bestätigt. Der Financial Deep State hat zugeschlagen. Und er hat Stablecoins genommen.

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.