Banken und Kryptowährungsplattformen in Thailand haben im Rahmen einer verschärften Geldwäschebekämpfung (AML) rund 10.000 verdächtige Konten eingefroren. Die Maßnahme, die von der thailändischen Wertpapier- und Börsenaufsicht (SEC) koordiniert wurde, zielt auf sogenannte "Maultierkonten" ab, die mutmaßlich für illegale Finanztransaktionen genutzt wurden.
Die Sperrungen erfolgten zeitgleich mit der Einführung neuer AML-Prüfverfahren und verlängerter Übertragungszeiträume für Kryptowährungen. Laut einer anonymen Quelle aus dem Finanzministerium, die gegenüber dieser Redaktion bestätigte, handelt es sich um "die bisher umfassendste Aktion zur Bekämpfung von Finanzkriminalität im digitalen Raum in Südostasien."
Hintergründe
Die thailändische Regierung hatte bereits im vergangenen Jahr strengere Vorschriften für Kryptotransaktionen angekündigt. Die neuen Maßnahmen sehen vor, dass alle Überweisungen über digitale Vermögenswerte einer erweiterten Identitätsprüfung unterzogen werden müssen. Zudem wurden Übertragungszeiträume von bis zu 48 Stunden eingeführt, um verdächtige Aktivitäten besser überwachen zu können.
Experten zufolge könnte die Aktion weitreichende Folgen für den Kryptomarkt in der Region haben. "Wir beobachten eine deutliche Verlangsamung des Handelsvolumens", sagte ein Marktanalyst, der anonym bleiben wollte. "Viele Nutzer sind verunsichert und ziehen sich vorerst aus dem Markt zurück."
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Maß