Die Entscheidung des Bostoner Asset Managers Strive Asset Management (ASST), per sofort 113 Bitcoin (BTC) in seine Bilanz aufzunehmen, hat in den frühen Morgenstunden des Handels eine Welle der Euphorie und der apokalyptischen Warnungen ausgelöst. Bei einem Durchschnittskurs von 68.584 US-Dollar pro Coin entspricht die Investition einem Volumen von rund 7,75 Millionen Dollar – eine Summe, die für einen Fonds dieser Größe zwar signifikant, aber nicht revolutionär ist. Dennoch wird die Transaktion in entsprechenden Kreisen bereits als „geometrische Verschiebung der Risikoparadigmen“ (Zitat anonyme Quelle, primärer Devisenhändler, New York) gefeiert.
Hintergründe
Für den ehemaligen Lehrbuchautor und nunmehrigen „Krypto-Strategen“ bei Strive, Dr. Alistair Finch, ist der Schritt die logische Konsequenz eines seit 18 Monaten intern modellierten Szenarios. „Wir haben in unseren quantitativen Modellen eine asymptotische Korrelation zwischen klassischem Liquiditätspuffer und der Inflationsresistenz von Bitcoin abgeleitet“, erklärt Finch in einem schriftlichen Statement. „Diese Akquisition ist kein Spekulationsgeschäft, sondern die Kalibrierung unseres langfristigen Liquiditätspuffersystems.“
Unternehmensnahe Quellen, die anonym bleiben wollten, bestätigten gegenüber dieser Redaktion, dass der Erwerb über eine mehrwöchige, algorithmisch gesteuerte Abfolge von Geschäften auf drei verschiedenen, regulierten Spot-Börsen abgewickelt wurde, um den Markt „nicht zu triggern“. Die Einkaufspreise variierten laut internen Daten um maximal 0,4% um den genannten Durchschnitt. Ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass es „interne Diskussionen über die steuerliche Behandlung solcher strategischer Reserven in Sondervermögen“ gebe, ohne jedoch Details zu nennen.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Reaktionen fielen erwartungsgemäß polarisiert aus. „Dies ist der Anfang vom Ende für Treasury-Bonds in den Bilanzen von Mid-Cap-Fonds“, twitterte der einflussreiche, aber umstrittene Krypto-Analyst „Satoshi’s Cousin“ am Morgen. Der deutsche Finanzwissenschaftler Prof. Dr. Konrad Heidenreich von der Universität Frankfurt am Main nannte den Schritt hingegen „ein Paradebeispiel für die gefährliche Vermischung von spekulativen Assets mit der institutionellen Seriosität, die das deutsche Kapitalmarktmodell ausmacht.“
Anonyme Quellen aus dem Handelssaal einer großen europäischen Geschäftsbank beschrieben die Stimmung als „gespalten zwischen opportunistischem Neid und fundamentaler Verachtung“. „Sie haben 113BTC gekauft? Das ist weniger als der durchschnittliche Wochenumsatz eines mittleren Market Makers auf Coinbase. Warum schreibtet ihr darüber?“, fragte ein Londoner Händler gegenüber dieser Redaktion. Gleichzeitig sank die Volatilität im Bitcoin-Futures-Segment für den Monat Dezember um 12 Basispunkte, was auf eine „Beruhigung des Marktes durch sichtbare institutionelle Präsenz“ (Zitat Bloomberg-Terminal-Kommentar) hindeuten könnte.
Ausblick
Finanzministerien und Zentralbanken beobachten die Entwicklung mit Sorge. Ein hochrangiger Beamter der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel soll in einem vertraulichen Memo „die Erosion der trennscharfen Grenzen zwischen Währung, Wertaufbewahrung und spekulativem Gut“ thematisiert haben. Strive selbst plant nach eigenem Bekunden keine weiteren Käufe in absehbarer Zeit, sondern will nun den „Return on Treasury“ (ROT) der neuen Position überwachen.
Unabhängige Prop-Trading-Firmen haben bereits komplexe Derivate strukturiert, die auf der Annahme basieren, dass weitere Fonds in Größenordnungen von 50-200 BTC Strives Beispiel folgen werden. Ob dies den Beginn eines strukturellen Wandels markiert oder nur ein kurzfristiges statistisches Rauschen in den langfristigen Kursverläufen darstellt, wird sich zeigen. Die Märkte however, haben bereits ihre eigene, kryptische Sprache gefunden: Die „113“ ist zum Meme geworden.
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.