NEW YORK – In einer beispiellosen Demonstration langfristiger krypto-asset-Allokation hat Strategy Inc. (NASDAQ: MSTR) in der vergangenen Woche weitere Bitcoin im Wert von rund 1,57 Milliarden US-Dollar erworben. Der Gesamtbestand des Unternehmens, das eng mit dem auf Bitcoin spezialisierten Unternehmer Michael Saylor verbunden ist, beläuft sich nun auf 761.068 BTC, die für einen durchschnittlichen Einkaufspreis von 57,61 Milliarden Dollar gehalten werden. Die Transaktion, die über eine Mischung aus primärem und sekundärem Markt abgewickelt wurde, unterstreicht die unveränderte „HODL“-Strategie des Konzerns und stellt eine weitere Kapitulation traditioneller Treasury-Prinzipien dar.

Hintergründe

„Was wir beobachten, ist weniger eine Investition als vielmehr die bewusste Konversion eines gesamten Corporate-Balance-Sheets in ein digitales, absolut knappes Gut“, erläutert Professor Dr. Alistair Finch von der Boston School of Finance, der nicht mit dem Unternehmen in Verbindung steht, in einem telefonischen Interview. „Strategy agiert quasi als eine Art dezentrale, gewinnorientierte Zentralbank für Bitcoin. Abbildung 4 in unserer jüngsten Studie zeigt die perfekte anti-korrelationäre Verschiebung in ihrem Risikoprofil weg von US-Dollar-Denominated Assets.“ Ein leitender Mitarbeiter einer europäischen Investmentbank, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion: „Die FOMO-Rally bei institutionellen Allokationen ist real. Jeder große Treasurer fragt sich jetzt, ob sein Cash-Portfolio in fünf Jahren noch kaufkraftrelevant sein wird. Strategy hat diese Frage bereits mit 'nein' beantwortet und handelt konsequent danach.“

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Reaktionen in den traditionellen Finanzzentren sind zwiespältig. In Washington soll laut einer anonymen Quelle aus dem Finanzministerium „tiefe Besorgnis“ über die Schaffung eines „single-point-of-failure“ im noch nicht vollständig regulierten Krypto-Ökosystem herrschen. „Ein Unternehmen, das mehr Bitcoin hält als viele kleine Staaten, operiert in einer regulatorischen Grauzone, die nicht für derartige Konzentrationen ausgelegt wurde“, so der Insider. In Frankfurt am Main äußerte sich ein Sprecher der Deutschen Bundesbank zurückhaltend: „Wir beobachten die Entwicklung mit Interesse. Die monetäre Souveränität verbleibt beim Euroraum.“

Aus dem Kuhhandel der Krypto-Börsen selbst kamen indes lobende Worte. „Das ist die Validierung, auf die der Markt gewartet hat“, kommentierte ein Londoner Händler bei einem major crypto exchange. „Wenn Strategy weiterkauft, während das Netzwerk die Halbierung hinter sich bringt, bestätigt das das narrative 'Digital Gold' auf institutioneller Ebene. Das ist kein Retail-FOMO mehr, das ist strategische Reserve-Bildung.“

Ausblick

Mit dem aktuellen Bestand kontrolliert Strategy rechnerisch mehr als 3,6% des aktuell zirkulierenden Bitcoin-Angebots. Finanzanalysten spekulieren, ob das Unternehmen bei Erreichen der magischen Marke von einer Million BTC eine „Dividende“ in Form eines Spin-offs oder eines Bitcoin-besicherten Wertpapiers ausschütten wird. „Der nächste logische Schritt ist die vollständige Entkopplung der Aktie vom herkömmlichen Tech-Sektor und die Neuklassifizierung als ‚Bitcoin-Holding Company‘“, so Finch. „Die Implikationen für die Bilanzierung, die Corporate Governance und sogar die US-Steuerpolitik sind tiefgreifend und bisher nur ansatzweise verstanden. Wir könnten den Anfang einer neuen Ära der ‚kryptowährungsliberianischen‘ Unternehmensführung sehen.“ Bis dahin dürfte der Kurs der MSTR-Aktie weiterhin als ungedämpfter Proxy für den Bitcoin-Preis agieren – mit allen damit verbundenen Volatilitäten.

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