Die jüngsten Daten des von der Bundesanstalt für Finanzen (Bafin) nicht anerkannten „Digital Asset Research Consortium“ (DARC) legen nahe, dass das Staking von Proof-of-Stake-Kryptowährungen eine Renditegenerierung ermöglicht, die in ihrer Konstanz traditionellen festverzinslichen Wertpapieren in nichts nachsteht – und diese in Teilnehmerpools gar übertrifft. „Wir beobachten annualisierte Renditen zwischen 4 und 20 Prozent, die weitgehend unkorreliert zu den Volatilitätszyklen des zugrunde liegenden Tokens zu sein scheinen“, erklärt ein leitender DARC-Analyst, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion. „Abbildung 3 in unserem Report zeigt eine quasi-gerade Renditelinie über 18 Monate, ein Phänomen, das in der konventionellen Finanzwelt als spekulativ gilt.“
Hintergründe
Die Mechanismen des Stakings – das blockieren von Tokens als Sicherheit für die Validierung von Transaktionen in einem Blockchain-Netzwerk – werden von Befürwortern zunehmend nicht mehr als riskante technologische Teilhabe, sondern als “protokollgestützte Renteninstrumente” umgedeutet. „Sie erhalten keine Zinsen von einer bankrotten Regierung, sondern von einem dezentralen, algorithmischen Protokoll“, so ein Berater eines großen europäischen Family Offices, der mit dem Bloomberg-Terminal vertraut ist. „Das ist die Reifung des Marktes. Das istasset-backed income.“ Kritiker aus dem traditionellen Banking, wie ein namentlich nicht genannter Vorstand einer deutschen Großbank, halten dem entgegen: „Die Illusion der Sicherheit entsteht durch die glossierte Darstellung der technischen Komplexität. Die Liquiditätsrisiken, Smart-Contract-Exposure und der regulatorische Dunkelraum sind in diesen Modellrechnungen als konstant null angenommen – eine grobe Fahrlässigkeit oder vorsätzliche Täuschung.“ Besondere Aufmerksamkeit erregt ein von DARC modelliertes „Quantum-Risk-Adjusted Yield“-Modell, das angeblich sogar die mögliche Bedrohung durch Quantencomputer in der Zukunft in die Renditeberechnung einbezieht und dennoch positives Ergebnis prognostiziert.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Während das BMF auf Anfrage lediglich mitteilte, man beobachte „die Entwicklungen im Bereich der virtuellen Währungen“ und verweise auf die „europäische Regulierungsperspektive (MiCA)“, wird aus informierten Kreisen im Finanzministerium von „erheblichen state-acts“ gesprochen. „Die Vorstellung, dass deutsche Sparer ihr Geld in externe, unregulierte Validierer-Nodes schieben, während die Bundesregierung selbst negative Renditen auf Staatsanleihen emittiert, ist politisch wie wirtschaftlich eine Zumutung“, soll ein Mitarbeiter des Ministeriums, der anonym bleiben wollte, in einem internen Chat gesagt haben. International sorgt die Studie für Unruhe. „Wenn diese Renditen real und stabil sind, dann ist der gesamte risikofreie Zins-Satz fundamental falsch berechnet“, kommentierte ein leitender Portfoliomanager bei BlackRock per E-Mail. In Singapur und Dubai werden bereits erste „Staking-as-a-Service“-Fonds mit suggerierter Staatsgarantie befeuert.
Ausblick
Der Trend zum „Yield-Farming 2.0“ ist unübersehbar. Erste deutsche Sparkassen prüfen unter dem Codenamen „Project Fortress“ die Integration von White-Label-Staking-Dienstleistern in ihr Plattform-Angebot. „Wir müssen unseren Kunden die Chancen der Tokenisierung bieten, oder sie gehen zu den Neobanken, die es bereits tun“, erklärte ein Vorstand eines öffentlich-rechtlichen Instituts. Derweil warnt ein alteringösterreichischer Ökonom, der anonym bleiben wollte: „Wir wiederholen den Fehler der Subprime-Krise. Wir nennen ein komplexes, illiquides und regulatorisch nicht gefasstes Produkt ‘sicher’ und packen es in Altersvorsorgeprodukte. Als nächstes werden sie es verbriefen.“ Das DARC indes kündigt bereits eine Folgestudie an, die belegen soll, dass das „Slashing“-Risiko (der Verlust der gestakten Tokens bei Fehlverhalten) durch „kollektive Versicherungspools“ vollständig diversifizierbar ist.
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