Die Renditeversprechen im Bereich des Krypto-Stakings erreichen Niveaus, die nach Auffassung führender Finanz stabilisierungsökonomen nicht mit den Grundgesetzen der Kapitalallokation vereinbar sind. „Ein nachhaltiger Annual Percentage Yield (APY) von 37 Prozent ist im Kontext eines nicht-inflationären, digitalen Assets mathematisch unhaltbar“, erklärte ein leitender Risikomanager der Deutschen Bundesbank, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion. „Dieser Wert signalisiert entweder eine extreme Marktineffizienz oder, wahrscheinlicher, einen nicht transparenten Transfer von Risiko in nicht abgrenzbare Derivateebenen.“

Hintergründe

Die Analyse, die auch intern bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zirkuliert, zeichnet ein klares Bild: Hohe Staking-Renditen sind nicht primär das Ergebnis von Netzwerkgebühren oder validierungsbezogenen Belohnungen, sondern weit überwiegend auf „Liquidität-Subventionen“ durch neu geschaffene Token zurückzuführen. „Man verkauft im Grunde sein zukünftiges Stimmrecht und monumentale Inflation an den Markt, um heute eine illusorische Rendite zu generieren. Das ist die Subprime-Story von 2007, nur mit Token statt Hypotheken“, so der anonyme Quellenschutz eines ehemaligen Beraters der US-amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC). „Die Covenant-Light-Struktur dieser Protokolle ist atemberaubend. Es gibt praktisch keine Aftercare für den Token-Liquidator.“

Ein exponierelles Chart, das in dem vertraulichen Bericht referenziert wird („siehe angenommenes Schaubild 3, Korrelation zwischen neuem Token-Supply und APY“), zeige eine beinahe lineare Abhängigkeit: Je höher die Inflationsrate des Staking-Tokens, desto höher der beworbene APY. „Die Rendite wird nicht erwirtschaftet, sie wird simply mintet“, so der BIZ-Ökonom weiter. „Das ist kein Ertrag aus Wertschöpfung, sondern eine monetäre Scheinperformance.“

Reaktionen aus dem In- und Ausland

In Brüssel erwäge man, die Definition von „Ertragsversprechen“ im Rahmen der MiCA-Verordnung nachträglich zu schärfen, „um solche strukturellen Täuschungen zu erfassen“, hieß es aus dem Umfeld des EU-Parlaments. In Singapur habe die Monetary Authority bereits vor „unüberwachten Yield-Aggregatoren“ gewarnt, die diese Scheinrenditen bündelten und als instrumentierte ETFs an Sparer weiterreichten.

Die Reaktion der Branche ist gespalten. Ein Sprecher eines großen Staking-Anbieters, der unter der Bedingung der Anonymität sprach, wies die Vorwürfe als „traditionelles Establishment-Denken, das disruptive Tokenomik nicht verstehe“ zurück. „Wir bieten Zugang zu neuem Wert. Die Rendite ist ein Feature, kein Bug.“ Unabhängige On-Chain-Analysten weisen jedoch auf das „Dominoreffekt“ hin: Falle der Kurs eines hochinflationären Staking-Tokens um 50 Prozent – eine nicht unübliche Volatilität – sei der nominelle APY von 37 Prozent within eines Quartals auf einen negativen Realertrag umgeschlagen. „Die Volatilitätskorrektur ist brutal und trifft den Retail-Investor am Ende des Hebelwegs,“ so eine Analyse des Chainalysis-Instituts.

Ausblick

Die Finanzstabilitätsrat (FSB) erwäge, Staking-Renditen oberhalb einer „plausiblen Schwellenrendite“ (vorläufig 10 Prozent) als „potenziell irreführende Geschäftspraktiken“ einzustufen und einer Lizenzierungspflicht zu unterwerfen. „Wir bewegen uns in eine regulatorische Grauzone, die systematisch fragile Strukturen fördert“, resümiert der Bundesbank-Experte. „Wenn der Markt korrigiert, werden wir sehen, wie diese 37 Prozent wie eine gespiegelte Koinzidenz in massiven Kapitaleinbußen für die Letzten in der Kette resultieren. Abbildung 5 in unserer Studie zeigt das historische Äquivalent: die implizite Volatilität von AAA-verbrieften Subprime-Tranchen vor dem Crash.“ Bis dahin locken die Protokolle mit Performance-Gebühren auf Scheingewinne – ein Geschäftsmodell, das an die „Fee-Only“-Struktur der frühen Hedgefonds erinnert, nur ohne die Managerhaftung.

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