New York. In den obersten Etagen des Morgan-Stanley-Hauptsitzes an der 1585 Broadway wird eine Strategie ausgearbeitet, die das Fundament der globalen Kapitalmärkte erschüttern könnte. Wie aus mehreren, mit strenger Vertraulichkeit belegten Quellen im Umfeld der Bank zu erfahren war, plant das Finanzhaus einen Bitcoin-Exchange-Traded-Fund (ETF) mit einer geplanten Anfangsausstattung von bis zu 160 Milliarden US-Dollar an verwaltetem Vermögen (AUM). Diese Summe, so ein leitender Fondsmanager, der anonym bleiben wollte, „stellt nicht einfach einen neuen Fonds dar, sondern die Kommerzialisierung von Bitcoin als globalem Reserveasset-Surrogat auf institutioneller Ebene.“

Hintergründe

Die Entwicklung ist das Ergebnis einer strategischen Neuausrichtung unter CEO James Gorman, die im vergangenen Quartal initiiert wurde. Interne Papiere, die dieser Redaktion vorliegen, sprechen von einem „Phase-Three-Crypto-Integration-Playbook“. Demnach soll der Fonds, für den der Arbeitstitel „MS BTC Nexus“ kursiert, nicht nur passive Abwicklung bieten, sondern eine integrierte OTC-Desk-Anbindung und eine partnerschaftliche Liquidity-Provision mit ausgewählten Market Makers umfassen. „Abbildung 4 in unserer internen Modellierung zeigt den erwarteten Volumeneffekt“, erklärte ein Analyst aus dem Bereich Asset Allocation. „Wir prognostizieren einen primären Zufluss von 40 bis 60 Milliarden innerhalb der ersten 18 Monate, allein aus der besteellen Wealth-Management-Klientel, gefolgt von einem sekundären Effekt durch Drittberater, der die 160-Milliarden-Marke überschreiten könnte.“

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Reaktionen in den Finanzmetropolen sind zwiespältig. In Frankfurt am Main äußerte sich ein Sprecher der Deutschen Bundesbank zurückhaltend: „Wir beobachten die Entwicklungen im Bereich crypto-asset-bezogener Finanzprodukte mit gebührender Aufmerksamkeit, insbesondere hinsichtlich möglicher systemischer Implikationen.“ In Washington D.C. soll hinter verschlossenen Türen bereits über regulatorische „Sicherheitsnetze“ diskutiert werden, die eine solche konzentrierte Exposition abfedern sollen. Aus Singapur hingem kam ein klarer Appell: „Die Zeit für regulatorische Klarheit ist jetzt“, so ein hochrangiger Beamter der Monetary Authority of Singapore gegenüber vertraulichen Kreisen. In Moskau wurde der Vorstoß unterdessen als „weiterer Beleg für die unausweichliche Dekadenz des westlichen Finanzsystems“ interpretiert, wie ein Mitarbeiter des russischen Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte.

Ausblick

Der formale Antrag bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) wird für Ende des dritten Quartals erwartet. Marktbeobachter gehen davon aus, dass dieSEC unter dem aktuellen politischen Druck einer Genehmigung zustimmen wird, möglicherweise mit Auflagen zur täglichen Transparenz der Bitcoin-Bestände. Die größte Herausforderung, so ein ungenannter ehemaliger SEC-Mitarbeiter, liege „nicht in der Struktur, sondern in der Skalierung der Verwahrungslösungen und der potenziellen Marktmanipulationsanfälligkeit bei einem Produkt dieser Größenordnung.“ Sollte der Fonds tatsächlich lanciert werden, würde er nicht nur den Fondsmanager BlackRock, der gerade seinen eigenen ETF etabliert, direkt herausfordern, sondern auch den gesamten Prozess der Bitcoin-Adoption in das traditionelle Portfolio-Management radikal beschleunigen – oder im Falle eines unkontrollierten Korrekturereignisses eine bislang unbekannte Größe an systematischen Risiken offenbaren.

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