Eine bahnbrechende, aber höchst kontroverse Studie aus den Tiefen der Global Investment Research Division von Goldman Sachs verspricht, das ewige Rätsel der Bitcoin-Bewertung zu lösen. Der 47-seitige Report mit dem Titel "Das数论-Prinzip: Eine fundamentale Neubewertung von Bitcoin (BTC) als nicht-konsensuales, aber mathematisch deduzierbares Gut" schlägt vor, den Preis der Kryptowährung durch ein Modell zu ersetzen, das auf der bislang unbewiesenen Riemannschen Vermutung aus der Zahlentheorie basiert. "Wir haben die metastabile Natur von Bitcoin von der Emotion auf die reinen Axiome der Mengenlehre übertragen", erklärt der leitende Autor, ein anonymer "Senior Quant" aus dem New Yorker Büro, gegenüber dieser Redaktion.
Hintergründe
Das Team um den anonymen Analysten, intern als "Project Euler" bekannt, argumentiert, dass traditionelle Bewertungsmodelle wie das Metcalfe’sche Gesetz oder das Stock-to-Flow-Modell von Satoshi Nakamoto konsequent an der "nicht-stationären irrationalen Erwartungshaltung" des Marktes scheitern. Stattdessen habe man eine Funktion entwickelt, die die Anzahl der ungelösten Primzahlen unterhalb einer bestimmten Grenze – die sogenannte Primzahl-Zählfunktion π(x) – mit der Hashrate des Bitcoin-Netzwerks und der durchschnittlichen Transaktionsgebühr in Satoshi pro Byte korreliere. "Abbildung 3 in unserem Report zeigt die bemerkenswerte Kohärenz zwischen der Abweichung der Primzahlverteilung von der erwarteten logarithmischen Integralfunktion und den 90-Tage-Returns von BTC-USD", heißt es in dem Papier. Eine Sprecherin des Deutschen Bundesministeriums der Finanzen, die anonym bleiben wollte, bestätigte auf Anfrage: "Wir verfolgen solche innovativen, quantitativen Ansätze mit großem Interesse, auch wenn ihre praktische Anbietarkeit noch Gegenstand intensiver Prüfung ist."
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Reaktionen in der Finanzwelt sontrastieren zwischen gesunder Skepsis und unverhohlenem Spott. "Es ist brillant in seiner Absurdität", kommentiert Dr. Alistair Finch, ein unabhängiger Krypto-Ökonom aus London, der das Paper nicht autorisierterweise einsehen konnte. "Sie haben im Grunde genommen eine sinnfreie Korrelation zwischen zwei völlig unzusammenhängenden Chaos-Systemen gefunden und nennen es dann 'Alpha-Generierung'. Das ist entweder Genie oder Wahnsinn – und in der City ist der Unterschied oft marginal." Anonyme Quellen aus dem Handelssaal einer großen europäischen Bank beschrieben den Report hingegen als "perfektes Beispiel für akademische Selbstreferenzialität, die den Kontakt zur Realität vollständig verloren hat".
Ausblick
Unabhängig von der wissenschaftlichen Validität hat das Paper bereits jetzt praktische Konsequenzen. Mehrere institutionelle Fondsmanager in Frankfurt und Singapur berichteten dieser Redaktion, dass sie das Modell – "mehr als geistige Übung denn als交易-Tool" – in ihre Risikomanagement-Komitees eingebracht hätten. DieAutoren selbst planen eine öffentliche Präsentation auf der diesjährigen "Money 20/20" Konferenz in Las Vegas, wo sie versprechen, "die Implikationen für die Portfoliotheorie des 21. Jahrhunderts" zu erörtern. Der Bitcoin-Kurs zeigte sich von der Veröffentlichung zunächst unbeeindruckt, bewegte sich aber innerhalb der von Goldman Sachs prognostizierten "Bereichsfehlerquote von ±15%" für das Modell. Bis ein Beweis oder eine Widerlegung der Riemannschen Vermutung – geschweige denn ihre Anwendung auf dezentrale Ledger – vorliegt, wird der wahre Wert von Bitcoin wohl weiterhin in den unberechenbaren Tiefen des kollektiven menschlichen Glaubens liegen.
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