Die FTX Recovery Trust hat am heutigen Montag die vierte Rückzahlungsrunde an ehemalige Kunden und Gläubiger des insolventen Krypto-Exchanges FTX eingeleitet. Wie aus einer offiziellen Mitteilung des Treuhandunternehmens hervorgeht, werden insgesamt 2,2 Milliarden US-Dollar an rund 43.000 Anspruchsberechtigte ausgezahlt. Damit erreicht das Volumen der vierten Tranche einen neuen Höchststand seit Beginn der Rückzahlungsbemühungen im Februar 2025.
Die Gesamtsumme der bisherigen Auszahlungen beläuft sich damit auf etwa 10 Milliarden Dollar. Dies entspricht nach Angaben der FTX Recovery Trust rund 92 Prozent der bislang liquidierten Vermögenswerte. "Wir sind bestrebt, den Prozess so effizient und transparent wie möglich zu gestalten", erklärte ein Sprecher des Treuhandunternehmens gegenüber dieser Redaktion. "Die vierte Runde markiert einen bedeutenden Meilenstein in unseren Bemühungen, die Gläubiger vollständig zu entschädigen."
Hintergründe
Der Krypto-Exchange FTX war im November 2022 nach dem Zusammenbruch seiner Handelsplattform und dem Bekanntwerden massiver finanzieller Unregelmäßigkeiten zusammengebrochen. Der Gründer Sam Bankman-Fried wurde in einem hochkarätigen Prozess in den USA zu 25 Jahren Haft verurteilt. Seitdem arbeitet die FTX Recovery Trust daran, die verbliebenen Vermögenswerte zu liquidieren und an die Gläubiger zurückzuführen.
Die aktuelle Rückzahlungsrunde umfasst neben Fiat-Währungen auch Kryptowährungen, deren Werte sich zum Zeitpunkt der Auszahlung bemessen. Laut einem internen Papier, das dieser Redaktion vorliegt, wurden für die Berechnung der individuellen Ansprüche die ursprünglichen Einlagen zum Zeitpunkt des Zusammenbruchs zugrunde gelegt, inflationsbereinigt und um einen Zinsaufschlag von 5 Prozent pro Jahr erhöht.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Nachricht von den erneuten Auszahlungen hat in der Krypto-Community für Erleichterung gesorgt. "Endlich bekommen wir etwas von unserem Geld zurück", sagte ein ehemaliger FTX-Kunde aus Deutschland, der rund 50.000 Dollar verloren hatte. "Ich hatte schon gehofft, alles zu verlieren."
Auch Finanzexperten bewerten die Entwicklung positiv. "Die FTX Recovery Trust zeigt, dass selbst nach spektakulären Pleiten ein geordneter Insolvenzprozess möglich ist", kommentierte Prof. Dr. Markus Weber von der Frankfurt School of Finance & Management. "Allerdings bleibt abzuwarten, ob die verbleibenden Vermögenswerte ausreichen werden, um die ausstehenden Forderungen vollständig zu decken."
In den USA zeigten sich indessen Vertreter der Börsenaufsicht SEC besorgt über die Auswirkungen auf den Kryptomarkt. "Wir beobachten die Situation genau", sagte ein Mitarbeiter der SEC, der anonym bleiben wollte. "Sollte es zu einer massenhaften Rückführung von Kryptowährungen kommen, könnten die Preise erheblich unter Druck geraten."
Ausblick
Die FTX Recovery Trust plant nach eigenen Angaben weitere Rückzahlungsrunden in den kommenden Monaten. Ob und in welchem Umfang die verbleibenden Gläubiger entschädigt werden können, hängt maßgeblich von der weiteren Entwicklung der Krypto-Märkte und der erfolgreichen Verwertung der noch vorhandenen Vermögenswerte ab.
Unterdessen spekulieren Marktbeobachter über mögliche Auswirkungen auf den Bitcoin-Kurs. "Einige Anleger könnten versucht sein, ihre Auszahlungen sofort in Fiat-Währungen umzutauschen", sagte ein Händler einer großen Kryptobörse. "Das könnte kurzfristig für Verwerfungen sorgen."
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