Die US-Notenbank Fed hält trotz geopolitischer Verwerfungen an ihrer zurückhaltenden Haltung fest. Fed-Chef Jerome Powell warnte am Donnerstag vor einem möglichen inflationären Schock durch die Eskalation im Nahen Osten, der die ohnehin fragile Preisstabilität weiter belasten könnte.

„Die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten könnten zu unerwarteten inflationären Effekten führen, die über die bisherigen Modellannahmen hinausgehen“, sagte Powell in seiner halbjährlichen Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats. Die Notenbank beobachte die Lage „mit großer Sorge“ und sei bereit, bei Bedarf zu handeln.

Hintergründe

Die Fed hatte zuletzt eine Zinspause eingelegt und die Leitzinsen unverändert bei 5,25 bis 5,50 Prozent belassen. Die Entscheidung fiel in einer Phase, in der die Inflation zwar zurückgegangen, aber weiterhin über dem Zielwert von zwei Prozent liegt. Analysten hatten mit einer Zinspause gerechnet, doch Powells Warnungen vor geopolitischen Risiken überraschten die Märkte.

„Die Notenbank geht davon aus, dass die Inflation mittelfristig auf das Ziel zurücksinkt, sofern keine externen Schocks auftreten“, erklärte Powell. „Die aktuelle Lage im Nahen Osten stellt eine solche potenzielle Störung dar.“

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Finanzmärkte reagierten verhalten auf Powells Aussagen. Der Dow Jones Industrial Average schloss 0,8 Prozent im Minus, während der technologielastige Nasdaq Composite 0,3 Prozent zulegte. Der VIX-Volatilitätsindex, das sogenannte „Angstbarometer“ der Wall Street, stieg um 12 Prozent.

„Die Investoren sind verunsichert, da sie nicht einschätzen können, wie stark sich die geopolitischen Spannungen auf die Weltwirtschaft auswirken werden“, sagte Dr. Emily Chen, Makro-Ökonomin am Peterson Institute for International Economics. „Besonders der Energiesektor bleibt anfällig für Preisschocks.“

In Europa zeigte sich die EZB besorgt über mögliche Dominoeffekte. „Wir beobachten die Situation genau und sind bereit, bei Bedarf koordinierte Maßnahmen zu ergreifen“, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde in einer Stellungnahme.

Ausblick

Experten rechnen damit, dass die Fed ihre Zinspolitik in den kommenden Monaten von den Entwicklungen im Nahen Osten abhängig machen wird. „Die Notenbank befindet sich in einer Zwickmühle“, analysierte Mark Zandi, Chefökonom von Moody's Analytics. „Einerseits muss sie die Inflation im Blick behalten, andererseits darf sie die Konjunktur nicht durch zu restriktive Maßnahmen abwürgen.“

Unterdessen versucht sich der Kryptomarkt zu stabilisieren. Bitcoin notierte am Freitag bei rund 27.500 US-Dollar und damit nahezu unverändert zum Vortag. „Kryptowährungen könnten als Inflationsabsicherung an Attraktivität gewinnen, falls die geopolitischen Risiken weiter zunehmen“, sagte ein Händler einer großen Kryptobörse, der anonym bleiben wollte.

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.