Washington D.C. – Das FBI hat 2019 zwei konkrete Hinweise auf mögliche Verbrechen auf Jeffrey Epsteins Zorro Ranch in New Mexico nicht weiterverfolgt. Wie Dokumente zeigen, die dieser Redaktion vorliegen, lehnte die Bundesbehörde eine Durchsuchung des Geländes mit der Begründung ab, es gebe bereits “ausreichend Zeugen”. Die Entscheidung fiel, obwohl lokale und bundesstaatliche Ermittler wiederholt Druck auf New York ausübten.

Hintergründe

Die ersten Hinweise erreichten das FBI im Herbst 2018: Eine Zeugin ließ eine E-Mail-Adresse zukommen, die auf ein verschwundenes Mädchen hindeutete, das zuletzt auf der Ranch gesehen worden war. Wenige Monate später meldete ein Informant einen verdächtigen, industriell anmutenden Ofen auf dem Anwesen. Beide Tipps wurden kategorisiert, aber nie zur Grundlage eines Durchsuchungsbeschlusses.

Dokumente, die dieser Redaktion vorliegen, umfassen ein internes FBI-Memo vom 21. August 2019, adressiert an den New Yorker Bundesstaatsanwalt für die dortige Kriminalabteilung. Darin wird ein Kollege aus New Mexico mit den Worten zitiert, die Ranch sei “unabdingbar” zu durchsuchen. Die Antwort aus New York fiel knapp aus: Eine Suche sei “futile” (aussichtslos). Man verfüge bereits über “a dozen accusers” (ein Dutzend Anklägerinnen), die die Ranch genannt hätten. Weitere forensische Beweise seien daher nicht notwendig. Der New Mexico Attorney General wandte sich daraufhin direkt an das US-Justizministerium, mit der Bitte, den New Yorker Bezirk zur Kooperation zu bewegen – ohne Erfolg.

Ein hochrangiger FBI-Beamter, der nicht namentlich genannt werden wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion indirekt die Existenz des Memos. “In komplexen, historischen Fällen mit umfangreicher Aktenlage mussPrioritäten gesetzt werden”, sagte er. “Die Entscheidung, Ressourcen auf andere Aspekte zu konzentrieren, war eine von vielen justiziellen Einschätzungen.”

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Justizexperten reagierten irritiert. “Die Argumentation, man habe bereits genug Zeugen, daher sei eine physische Suche überflüssig, widerspricht fundamentalen Ermittlungsgrundsätzen”, sagt Prof. Elisabeth Fischer, emeritierte Strafrechtlerin der Humboldt-Universität, die die Dokumente für diese Redaktion analyse. “Zeugenaussagen sind Beweismittel, keine Ersatzstoffe für Tatortspuren. Dies wirkt wie eine paradoxe Priorisierung von Papier über Realität.”

Ein Sprecher des New Mexico Attorney General’s Office gab lediglich an, die Behörde “habe ihre Bedenken zu gegebener Zeit den zuständigen Bundesstellen mitgeteilt”. Das Justizministerium in Washington erklärte auf Anfrage, man “kommentiere laufende oder abgeschlossene interne Angelegenheiten nicht”. Der aktuelle US Attorney für den Distrikt New Mexico, Alexander M.M. Uballez, war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Ausblick

Die Enthüllungen heizen die Debatte über die strukturelle Handlungsfähigkeit des FBI bei hochkarätigen Fällen an. Nach Epsteins Tod im August 2019 war die Kritik an der Bundesbehörde bereits massiv; nun kommt hinzu, dass konkrete, räumliche Hinweise nicht aufgegriffen wurden. Ein bipartisaner Arbeitskreis im Kongress plant laut Insidern, die “Koordinationsprotokolle zwischen Distrikten bei grenzüberschreitenden Delikten” überprüfen zu lassen.

Die Zorro Ranch, einst Epsteins Rückzugsort, wird seit Dezember 2023, also vier Jahre nach seinem Tod, erstmals von Bundesbehörden durchsucht. Ob dabei neue Erkenntnisse gewonnen werden, ist unklar. Die ehemaligen Nachbarn des Anwesens zeigen sich reserviert. “Manche Dinge”, sagt einer, der anonym bleiben will, “hätte man vielleicht vorher wissen wollen.”

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.