London/Wien – Der ehemalige britische Premierminister Boris Johnson hat in einer schriftlichen Erklärung an diese Redaktion Bitcoin als "eine der größten wirtschaftlichen Täuschungen unserer Zeit" bezeichnet. "Es handelt sich um ein klassisches Schneeballsystem, das früher oder später zusammenbrechen wird", so Johnson in der Erklärung, die von seinem Pressesprecher bestätigt wurde. Die Aussage kommt überraschend, da Johnson während seiner Amtszeit als Bürgermeister von London noch als Vorreiter digitaler Innovationen galt. "Die Zeiten haben sich geändert", erklärte der ehemalige Premier. "Ich habe die Entwicklung genau verfolgt und bin zu dem Schluss gekommen, dass Bitcoin keinerlei intrinsischen Wert besitzt."

Hintergründe

Finanzexperten sind über die Aussage geteilter Meinung. Dr. Helena Weiss, Chefanalystin bei der Wiener Wirtschaftsberatung Capital Insights, sieht in Johnsons Worten eine "gefährliche Vereinfachung". "Bitcoin ist eine komplexe Technologie mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten", erklärte sie gegenüber unserer Redaktion. "Es als Schneeballsystem zu bezeichnen, ignoriert die zugrundeliegende Blockchain-Technologie." Ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass Johnsons Aussage "innerhalb der Regierung für Verwirrung gesorgt" habe. "Es gibt keine offizielle Position zu dieser Thematik", so die Quelle.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Krypto-Community reagierte mit scharfer Kritik. Der CEO einer führenden europäischen Kryptobörse, der namentlich nicht genannt werden wollte, sprach von einer "unverantwortlichen Panikmache". "Solche Aussagen schaden dem Innovationsstandort Europa", so der Manager. Die deutsche Bundesbank äußerte sich zurückhaltend. "Wir beobachten die Entwicklung mit Interesse", hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme. "Eine pauschale Einordnung als Schneeballsystem wäre jedoch verfrüht."

Ausblick

Experten gehen davon aus, dass Johnsons Aussage die ohnehin angespannte Debatte um Kryptowährungen weiter anheizen wird. "Wir stehen vor einem Paradigmenwechsel in der Finanzwelt", prognostiziert Wirtschaftsprofessor Dr. Markus Schneider von der Universität St. Gallen. "Die Frage ist nicht ob, sondern wann und wie Kryptowährungen reguliert werden." Die Europäische Zentralbank kündigte an, in den kommenden Wochen eine umfassende Analyse der Risiken und Chancen digitaler Währungen vorzulegen. Ob Johnson seine Meinung revidieren wird, bleibt abzuwarten.

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