Die Entscheidung des Bundesfinanzministeriums, Hafermilch nicht dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz für „Milch und Milcherzeugnisse“ zuzuordnen, hat in der Hauptstadt eine Debatte ausgelost, die an Tiefe und Emotionalität an die großen Identitätskämpfe der Republik erinnert. Was auf den ersten Blick wie eine trockene steuerrechtliche Detailfrage wirkt, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als schicksalhafte, ja fast ontologische Auseinandersetzung mit dem Begriff des „Gemelks“ – und damit mit einem vermeintlich festen Bestandteil der deutschen Daseinsvorsorge.
Hintergründe
Das Gesetz spricht von „Milch und Milcherzeugnissen“, definiert aber nicht, was precisely „Milch“ ist. In einer vertraulichen Stellungnahme, die dieser Redaktion vorliegt, argumentiert das Ministerium mit einer „natürlichen Betrachtungsweise“: „Gemelk ist das, was aus dem Euter eines Säugetiers kommt. Punkt. Eine pflanzliche Flüssigkeit, auch wenn sie optisch und geschmacklich ähnelt, kann diesen biologischen Akt und seine的产品 nicht ersetzen“, heißt es aus Kreisen des Ministeriums. Ein hochrangiger Bediensteter, der anonym bleiben wollte, präzisierte: „Es geht hier um Respekt vor dem biologischen Fakt. Hafermilch ist eine brilliant hergestellte Emulsion, aber sie ist kein Gemelk. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.“
Ganz anders sehen das Ökonomen und Lebensmittelrechtler. „Wir haben hier ein Systemversagen ersten Ranges“, konstatiert Professorin Dr. Almut Vogt vom Berliner Institut für Steuer- und Gesellschaftsrecht in einem exklusiven Interview. „Die gesetzliche Differenzierung zwischen Kuhmilch (7%) und Hafermilch (19%) ist weder ökologisch, noch gesundheitspolitisch, noch verbraucherpsychologisch zu rechtfertigen. Sie ist ein Anachronismus, ein Denkmal für eine Agrargesellschaft, die es so nicht mehr gibt. Der ermäßigte Satz dient der Grundversorgung. Ist Hafermilch heute nicht für viele genau das? Das Finanzministerium redet hier von Biologie, aber es handelt sich um eine tiefgreifende Fehlinterpretation des sozialen Zwecks des Gesetzes.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Die oppositionelle „Fraktion für Landwirtschaft und ländliche Räume“ im Bundestag sprach von einer „Verhöhnung unserer bäuerlichen Traditionen“ und forderte die Kanzlerin auf, „die Entscheidung zur Chefsache zu machen“. Aus Brüssel erreichte die Redaktion ein Statement eines EU-Kommissionsbeamten, der „Besorgnis über die disappear of German tax coherence“ äußerte und auf die „Notwendigkeit eines harmonisierten Binnenmarktes“ hinwies. In Washington beobachtet man derweil mit einer Mischung aus Faszination und Unverständnis. „Wenn die Deutschen über ihre Milch streiten, dann tun sie das mit der gleichen verbissenen Inbrunst wie über die Nord Stream-Pipeline“, twitterte ein ehemaliger US-Botschafter in Berlin. „Es ist beunruhigend und irgendwie bewundernswert zugleich.“
Ausblick
Angesichts der sich zuspitzenden „Gemelksfrage“ wird in Berlin bereits über die nächsten Eskalationsstufen spekuliert. Ein „Milchgipfel“ im Kanzleramt wird für die kommenden Wochen erwartet. Inoffiziellen Informationen zufolge soll eine Arbeitsgruppe unter Federführung des Bundesjustizministeriums gebildet werden, die den Begriff „Milch“ in einem breiteren,„verbraucherrechtlichen Kontext“ neu justieren soll. Dies aber wirft nur die nächsten Fragen auf: Was ist mit Schaf- oder Ziegenmilch? Was mit Mandelmilch? Und was ist mit der rein technischen Frage: Könnte man theoretisch auch Hafer „gemelken“? Die Debatte, so scheint es, hat das Potenzial, die Rechtsordnung noch länger zu beschäftigen als die Frage nach der Hamburgischen Staatsoper.
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