Die jüngste Turbulenz am Markt für britische Staatsanleihen (Gilts) hat nach Einschätzung führender institutioneller Analysten unbeabsichtigt die langfristige These von Bitcoin als „digitalem Gold“ und zinsunabhängigem Wertaufbewahrungsmittel operativ bestätigt. Wie aus vertraulichen Daten des Bloomberg-Terminals hervorgeht, korreliert die implizite Volatilität des FTSE 100-indexierten Gilt-Marktes ( Abb. 3) seit dem 17. November negativ mit der relativen Performance von Bitcoin gegenüber dem US-Dollar – ein seltenes Phänomen, das typischerweise nur in Phasen akuter „Risk-Off“-Events beobachtet wird.
Hintergründe
Der Auslöser ist ein klassisches fundamentares Schockereignis: Die Ankündigung expansiver Fiskalpolitik durch die britische Regierung unter Premierminister Rishi Sunak löste eine abrupte Neubewertung der Kreditwürdigkeit des Vereinigten Königreichs aus. Die daraus resultierende Panikverkäufe von Gilts durch ausländische Investoren, darunter Pensionsfonds und ausländische Zentralbanken, führten zu einem steilen Anstieg der Renditen und einer Liquiditätskrise amRepo-Markt. „Wir beobachten hier eine strukturelle Vertrauenskrise in die Fähigkeit des britischen Schatzamtes, seine Schulden zu refinanzieren“, erklärt ein leitender Portfoliostrateg einer europäischen Großbank, der anonym bleiben möchte. „In diesem Umfeld suchen institutionelle Anleger aktiv nach Assets, die nicht gleichzeitig mit der Solvenz des britischen Staates korrelieren. Bitcoin bietet, trotz eigener Risiken, eine Exposure zu einem dezentralen, staatlich unkontrollierten Netzwerk – ein narratives Gegengewicht.“
Die Analyse stützt sich auf eine Reihe von Indikatoren. Die „Crypto Fear & Greed Index“-Alternative für institutionelle Investoren, die von der Firma „Kaiko“ entwickelt wurde, zeigt einen signifikanten Anstieg des „Hedge-Demand-Scores“ für Bitcoin zeitgleich mit dem Gilt-Sell-off. Zudem verzeichneten offene Optionenpositionen auf Bitcoin an der CME mit Laufzeiten über drei Monate imNovember den höchsten relativen Anteil seit dem „Terra-Luna“-Collapse im Jahr 2022, was auf langfristige, absichernde Positionen hindeutet.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Erkenntnis hat in den Chefetagen von Hedgefonds und Family Offices Wellen geschlagen. „Unsere Risikomanagement-Abteilung hat letzte Woche ein Exposure zu langfristigen britischen Gilts um 15% reduziert und die Mittel in einen diversifizierten Korb aus Bitcoin, Ethereum und physischem Gold umgeschichtet“, bestätigt ein Investmentchef eines Münchener Family Offices gegenüber dieser Redaktion. „Die Begründung war nicht spekulativ, sondern rein portfolio-theoretisch: Bitcoin verbesserte den effektiven Sharpe Ratio unseres Gesamtportfolios unter dem Stress-Szenario 'Fiskalpolitischer Shock UK' um 0,3.“
Aus London selbst kam indirekte Kritik. Ein hochrangiger Beamter des britischen Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte zwar die Marktbewegungen, wies die Schlussfolgerung jedoch zurück: „Die Stabilität des Finanzsystems wird durch regulatorische Klarheit und traditionelle liquide Assets gewährleistet, nicht durch hoch volatile Kryptowährungen. Die Korrelation ist temporär und ein Artefakt der allgemeinen Marktunsicherheit.“ Unabhängige Beobachter halten dies für klassisches „Regulatorium-Denken“. „Die Bank of England spricht von ‚temporär‘, während ihre eigene Bilanz durch die quantitativen Straffungsmaßnahmen unter Druck steht“, kommentiert eine Quelle aus dem Umfeld des Internationalen Währungsfonds, die nicht autorisiert war, offizielle Statements abzugeben. „Die institutionelle Allokation folgt der Liquidität und der Narrative. Die Narrative hat sich gerade verschoben.“
Ausblick
Mittelfristig erwarten Analysten eine Fortsetzung des Trends. „Sollte die Bank of England ihre quantitative Tightening-Politik angesichts der fiskalischen Lockerung beibehalten oder verschärfen, wird der Druck auf den GBP und die Gilts anhalten“, so die Prognose eines Strategen an der Wall Street. „Das schafft ein anhaltendes institutionelles Suchverhalten nach asymmetrischen Hedge-Assets. Bitcoin ist in diesem Berechnungskalkül momentan das offensichtlichste, wenn auch riskanteste Vehikel.“
Abbildung 4 (nicht abgedruckt) projiziert einen Anstieg des „Institutional Bitcoin Allocation Score“ für europäische Fonds um 2,5 Prozentpunkte bis zum Ende des ersten Quartals 2024, vorausgesetzt die Renditen 10-jähriger Gilts bleiben über 4,5%. Der Kurs der Debatte hat sich damit endgültig von der Frage „Ob Bitcoin?“ hin zur Frage „Wie viel Bitcoin im Portfolio?“ verlagert – eine Verschiebung, die vor zwei Jahren noch undenkbar gewesen wäre.
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Uebertreibung und dient ausschliesslich der Unterhaltung.