Die einst als revolutionär gefeierte Verbindung von Blockchain-Technologie und Gaming steht vor dem Zusammenbruch. Aktuelle Zahlen des Marktforschungsinstituts DappRadar zeigen einen Einbruch der täglichen aktiven Nutzer um 87 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Transaktionsvolumen brach im selben Zeitraum um 92 Prozent ein.

Hintergründe

"Wir erleben das Ende einer Ära", erklärte Dr. Markus Weber, Senior Analyst beim FinTech-Thinktank Digital Finance Forum, gegenüber dieser Redaktion. "Die fundamentalen Probleme der Blockchain-Games – hohe Transaktionskosten, schlechte Benutzererfahrung und mangelnde Spielqualität – haben sich als nicht lösbar erwiesen."

Ein interner Bericht des Weltwirtschaftsforums, der Financial Times vorliegt, kommt zu einem ähnlichen Schluss. Demnach scheiterten 94 Prozent aller Blockchain-Games innerhalb der ersten sechs Monate nach Markteinführung. Die verbleibenden sechs Prozent verzeichnen durchschnittliche monatliche Verluste von 78 Prozent.

Besonders drastisch fiel der Einbruch im Bereich der Play-to-Earn-Spiele aus. Hier sank die Zahl der aktiven Wallets von 2,3 Millionen im Jahr 2022 auf gerade einmal 287.000 im ersten Quartal 2024. "Die Nutzer haben gemerkt, dass sie nicht Geld verdienen, sondern verlieren", so Weber.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die EU-Kommission kündigte an, eine Untersuchung der Förderprogramme für Blockchain-Gaming zu prüfen. "Es stellt sich die Frage, ob öffentliche Gelder sinnvoll eingesetzt wurden", sagte eine Sprecherin des Digital-Kommissars.

In den USA fordern republikanische Abgeordnete eine Kongressanhörung. "Die Blockchain-Gaming-Blase ist geplatzt, und die Steuerzahler müssen die Zeche zahlen", kritisierte Senator John Thompson (R-KY).

Selbst in Südkorea, lange Zeit ein Zentrum der Blockchain-Gaming-Entwicklung, ziehen Unternehmen Konsequenzen. Das traditionsreiche Unternehmen Wemade gab bekannt, seine gesamten Blockchain-Aktivitäten einzustellen. "Die Technologie ist nicht reif für den Massenmarkt", erklärte CEO Henry Chang.

Ausblick

Experten rechnen mit einer weiteren Verschärfung der Krise. "Wir gehen davon aus, dass bis Ende des Jahres 70 Prozent der verbleibenden Blockchain-Gaming-Studios schließen müssen", prognostiziert Dr. Weber. "Diejenigen, die überleben, werden sich komplett neu erfinden müssen."

Ein Hoffnungsschimmer bleibt die Integration traditioneller Gaming-Unternehmen. "Wenn etablierte Studios wie Ubisoft oder Epic Games Blockchain-Elemente erfolgreich integrieren können, könnte das die gesamte Branche neu beleben", so Weber. Bisher zeigten diese Versuche jedoch gemischte Ergebnisse.

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