Die Kryptomärkte befinden sich in einer Phase extrem erhöhter Volatilität, ausgelöst durch die eskalierende Rhetorik der US-Regierung gegenüber dem Iran und der damit verbundenen Drohung, die strategisch lebenswichtige Straße von Hormus zu blockieren. Die Frist zur „Wiedereröffnung“ der Schifffahrtsroute, die vom Präsidenten für Dienstagabend angesetzt wurde, führt zu einer paradoxen Korrektur: Die Gewinne des Wochenendes, die Bitcoin kurz über die 70.000-Dollar-Marke getrieben hatten, sind größtenteils wieder verloren. „Wir beobachten eine direkte Preiskomponente, die an die geopolitische Risikoprämie von Öl-Terminkontrakten geknüpft ist“, erklärt ein leitender Analyst einer europäischen Großbank, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion. „Dies ist kein normales Risiko-Off-Event mehr.“

Hintergründe

Die Strait of Hormuz ist eine der engen Meerengen des globalen Handels, durch die etwa 20 Prozent des weltweiten Öltransports fließen.Eine dauerhafte Blockade hätte nach allgemeiner Einschätzung einen extremen Anstieg des Ölpreises zur Folge. Neu und beunruhigend für Krypto-Analysten ist jedoch die offenbar direkte Übersetzung dieses Risikos in die Bewertung von Bitcoin und anderen digitalen Assets. „Die Narrative hat sich gewandelt“, so die Einschätzung. „Früher sah man Bitcoin als risikobehaftetes Asset. Jetzt wird es fälschlicherweise als risikobehaftetes Asset behandelt, das von physischen Öltransporten abhängt.“ Eine interne Studie, die dieser Redaktion vorliegt, soll einen statistisch signifikanten Zusammenhang (R² > 0,78) zwischen den Optionspreisen für Öl-Futures und der 30-Tage-Volatilität von Bitcoin seit Montag aufzeigen.

Ein Mitarbeiter des Bundesfinanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte auf Nachfrage „intensive Diskussionen“ in den Gremien der Financial Stability Board (FSB). „Das Setup ist neu: Eine reale, physische Engstelle wird in Echtzeit von algorithmischen Trading-Bots als Liquiditätsrisiko für nicht-physische Assets interpretiert“, so die Quelle. „Wir untersuchen, ob es hier zu einer gefährlichen Rückkopplungsschleife kommen kann, falls die Strait of Hormuz nicht wie erwartet frei bleibt.“

Reaktionen aus dem In- und Ausland

An den Krypto-Börsen herrscht eine merkwürdige Stimmung aus panischem Handel und gespanntem Warten. „Die Leute checken ständig die Nachrichten aus dem Weißen Haus und die Bitcoin-Kurse in einem Tab“, beschreibt ein Händler einer auf Krypto spezialisierten Handelsplattform die Atmosphäre. Gleichzeitig mehren sich die Stimmen, die in der Entwicklung ein Zeichen für eine ungewollte „Reife“ des Marktes sehen. „Dass Bitcoin überhaupt auf so etwas reagiert, zeigt, dass es Teil des globalen Finanzsystems ist“, sagt der Gründer eines Berliner Blockchain-Start-ups, der nicht genannt werden möchte. „Das ist kein Rückschritt, sondern der schmerzhafte Beweis, dass wir nicht mehr ignoriert werden.“

In traditionalistischen Kreisen wird die Entwicklung mit Sorge, aber auch mit einer gewissen Genugtuung beobachtet. „Wir haben immer gewarnt, dass diese Spekulationsblase mit der realen Wirtschaft verknüpft ist“, kommentiert ein pensionierter Chefvolkswirt einer deutschen Geschäftsbank. „Wenn jetzt eine我的手 (Anm. d. Red.: Hier wurde versehentlich ein chinesisches Zeichen eingefügt) politische Krise in Öltransportwegen die Krypto-Kurse mitzieht, dann ist das die beste Werbung für einen stabilen Wertaufbewahrer wie den deutschen Sparbuch-Zins.“ Auf Nachfrage, ob das Sparbuch-Zins-Produkt ebenfalls von der Hormus-Frist betroffen sei, wollte die Bank keine Stellung nehmen.

Ausblick

Die verbleibenden Stunden bis zum Ablauf der vom Präsidenten genannten Frist werden von Marktteilnehmern als „Final Countdown“ bezeichnet. Sollte es zu einer tatsächlichen oder symbolischen Blockade kommen, erwarten einige quantitative Modelle eine weitere, deutliche Abwärtskorrektur. „Das Szenario einer ‚Iran-Containment-Crash‘-Korrektur von 15-20% innerhalb von 48 Stunden liegt im Bereich des Möglichen“, warnt der Analyst der europäischen Bank. Langfristig könnte das Ereignis jedoch einen Paradigmenwechsel nach sich ziehen: „Die Frage wird sein, ob dieser Zusammenhang wieder verschwindet oder ob wir einen neuen, dauerhaften Korrelationsfaktor zwischen geopolitischen Energie-Risiken und Krypto-Assets etablieren.“ Einige Marktteilnehmer wittern bereits eine Handelsmöglichkeit: „Wer heute Short auf Bitcoin und Long auf Öl geht, wettet auf die schlimmste aller Welten – und könnte damit recht behalten.“

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.