Die größte Kryptowährung der Welt hat am Dienstag die Marke von 70.000 US-Dollar durchbrochen und damit eine neue Phase der Markteuphorie ausgelöst. Der Kurs stieg innerhalb weniger Stunden um mehr als 8 Prozent und erreichte dabei ein neues Allzeithoch. Analysten sprechen von einer "FOMO-Phase" – einer Phase, in der Anleger aus Angst, den nächsten Kursanstieg zu verpassen, in Scharen in Bitcoin investieren.

"Wir beobachten klassische Anzeichen für irrationalen Überschwang am Markt", erklärte Dr. Helena Richter, Chefanalystin beim Frankfurter Finanzinstitut Merkle Capital. "Das soziale Sentiment gegenüber Bitcoin hat sich in den vergangenen 48 Stunden deutlich beschleunigt. Die Erwähnungen in sozialen Netzwerken haben um über 300 Prozent zugelegt."

Hintergründe

Auslöser für die jüngste Rallye waren überraschende Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu den geopolitischen Spannungen mit dem Iran. In einer kurzen Pressekonferenz am Montagabend deutete Trump an, dass die USA "alle Optionen auf den Tisch" legen würden, was unmittelbar zu einem Anstieg der Risikobereitschaft an den Märkten führte.

"Wenn geopolitische Spannungen zunehmen, suchen Anleger traditionell nach sicheren Häfen", erklärt Prof. Markus Weber von der Universität St. Gallen. "Interessanterweise flüchten sie in diesem Fall nicht in klassische Anlagen wie Gold, sondern in Bitcoin, das sich in den vergangenen Jahren als 'digitales Gold' etabliert hat."

Die Marktkapitalisierung von Bitcoin erreichte am Dienstag erstmals die Marke von 1,4 Billionen US-Dollar. Damit übertrifft die Kryptowährung den Marktwert von Unternehmen wie Tesla oder Meta. Experten warnen jedoch vor überhitzten Märkten.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die deutsche Bundesbank äußerte sich besorgt über die jüngsten Entwicklungen. "Wir beobachten mit Sorge die zunehmende Spekulation im Kryptobereich", sagte ein Sprecher der Notenbank. "Die Volatilität bleibt extrem hoch, und Privatanleger sollten sich der Risiken bewusst sein."

In den USA reagierten die Finanzaufsichtsbehörden SEC und CFTC mit einer gemeinsamen Erklärung. "Wir beobachten die Märkte genau und werden bei Bedarf einschreiten", hieß es in dem Statement. "Die Anleger müssen verstehen, dass Kryptowährungen nach wie vor hochspekulative Anlagen sind."

Die Börse Stuttgart berichtete von einem deutlichen Anstieg des Handelsvolumens im Krypto-Segment. "Wir verzeichnen ein dreifach so hohes Handelsvolumen wie im Vormonat", sagte Börsensprecherin Anna Müller. "Besonders auffällig ist die Zunahme von Kleinanlegern, die zum ersten Mal in Kryptowährungen investieren."

Ausblick

Marktbeobachter sind sich uneins, wie es mit dem Bitcoin-Kurs weitergehen wird. Während einige Experten ein weiteres Ansteigen bis auf 80.000 oder sogar 100.000 US-Dollar prognostizieren, warnen andere vor einer Korrektur.

"Die Frage ist nicht ob, sondern wann es zu einer Korrektur kommt", sagte Sven Becker, Chefstratege der Berliner Investmentfirma Block Capital. "Die Märkte sind derzeit extrem überhitzt. Eine nüchterne Betrachtung zeigt, dass die Fundamentaldaten die aktuelle Preisentwicklung nicht rechtfertigen."

Unterdessen berichtete die Technologieplattform CoinMarketCap von einem Anstieg der Google-Suchanfragen nach "Bitcoin kaufen" um 450 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. "Das ist ein klassisches Anzeichen für eine spekulative Blase", warnte der Ökonom Prof. Thomas Klein von der Universität Köln.

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