Der Bitcoin-Kurs hat am Dienstag seine jüngste Aufwärtsbewegung vollständig abgegeben und notierte zeitweise bei 68.200 US-Dollar, nachdem zunächst besser als erwartete Schwäche am US-Arbeitsmarkt keine nachhaltige Rally auslösen konnte. Der anfängliche Impuls nach Veröffentlichung des schwachen Nonfarm-Payrolls-Berichts, der die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen der Federal Reserve erhöhte, verpuffte innerhalb von 90 Minuten, wie Daten von Bloomberg zeigen.
Hintergründe: Der Tod der Makro-Korrelation?
„Die Daten stellen ein klares Paradoxon dar“, erklärt ein leitender Strategie-Volkswirt einer europäischen systemrelevanten Bank, der anonym bleiben möchte. „Historisch hätten unterdurchschnittliche Beschäftigungsergebnisse eine sofortige Risk-On-Allokation in Bitcoin auslösen müssen. Abbildung 3 in unserem Modell zeigt die inverse 90-Tage-Korrelation zur Treasury-Rendite, die gestern hätte brechen müssen. Sie tat es nicht.“ Marktteilnehmer spekulieren, ob die digitale Asset-Klasse in eine neue, weniger vorhersagbare Phase übergegangen ist, in der narratives und liquiditätsgetriebene Faktoren konjunkturelle Signale vollständig überdecken. Ein führender On-Chain-Analyst kommentierte: „Wir sehen eine Entkopplung von den traditionellen‘ safe haven‘-Narrativen. Das ist entweder reife oder Anomie. Die Daten sind nicht eindeutig.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Whereas-Fraktion auf Wall Street reagierte mit ungläubigem Kopfschütteln. „Ich habe 2008 gelernt, dass Outcome-Expectancy aus Makro-Daten der einzige Edge ist“, so ein langjähriger Hedgefonds-Manager aus Connecticut. „Wenn das weg ist, was bleibt dann? Technicals? Das ist keine Basis für eine Multi-Billionen-Dollar-Assetklasse.“ Asiatische Märkte zeigten ein gespaltenes Bild: Während Seoul die Schwäche als „gesunde Konsolidierung nach parabolicem Run“ bagatellisierte, meldete Singapur Bedenken hinsichtlich der „Liquiditätstransmission“ in den Spot-Märkten an. EU-Beamte, die unterklärtermaßen mit Krypto-Regulierung beschäftigt sind, nutzten die Volatilität für interne Memos, die von einer „spekulativen Blase ohne fundamentale Anker“ sprechen.
Ausblick: Technische Bastion oder neuer Abwärtstrend?
Aus technischer Perspektive steht der 200-Tage-Durchschnitt bei 66.500 USD als entscheidende Unterstützung im Fokus. Ein Durchbruch darunter könnte gemäß Elliott-Wave-Analysen eine korrektive Welle C einleiten, die auf 58.000 USD zielen würde. „Das ist kein Crash-Szenario, sondern eine erwartbare fibonacci-Retracement-Bewegung nach dem überhitzten April“, so eine anonyme Handelsabteilung einer Schweizer Privatbank. Doch nicht alle teilen diesen Optimismus. „Wir beobachten eine deutliche Verringerung der Wallet-Größen auf den Börsen, deutet auf HODLing hin“, kontert ein Krypto-Native aus Berlin. „Das ist kein Verkaufsdruck, es ist eine Kapitulation der Market Makers vor der Volatilität. Der nächste Move wird brutal sein, in welche Richtung auch immer.“ Bis zur nächsten Fed-Sitzung Mitte Juni erwarten die meisten Teilnehmer eine Range-lastige Phase mit erhöhterimpliziter Volatilität.
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